Magistrat gibt Informationen zum neuen Kita-Jahr

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In Bremerhaven standen zum Start ins neue Kita-Jahr insgesamt 4.529 Plätze zur Verfügung. In Bremerhaven standen zum Start ins neue Kita-Jahr insgesamt 4.529 Plätze zur Verfügung. ©Magistratspressestelle / Marco Butzkus

Zum Start des neuen Kindergartenjahres stehen in den 58 Kindertagesstätten der Stadt Bremerhaven sowie in Einrichtungen von freien Trägern insgesamt 4.529 Betreuungsplätze zur Verfügung. Diese Plätze gliedern sich in 969 für Kinder im Alter von null bis drei Jahren und 3.560 Plätze für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren auf.

Die Versorgungsquote im Krippenbereich (null bis drei) steigt damit gegenüber dem Vorjahr (27,3%) auf 28,3%, im Bereich der drei- bis sechsjährigen Kinder steigt sie auf 95,7% Vorjahr (93,4%). Die Versorgungsquote errechnet sich anhand der Anzahl der Plätze, die in der jeweiligen Altersgruppe für die in der Stadt mit erstem Wohnsitz gemeldeten Kinder angeboten werden.

Komplettiert wird das Betreuungsangebot durch insgesamt 477 Hortplätze für sechs- bis zehnjährige Kinder, die alternativ zur Ganztagsbetreuung der Grundschulen zur Verfügung stehen (1660 Plätze). Im Zuge der Umsetzung des vom Bund beschlossenen Rechtsanspruchs auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder soll die Betreuung perspektivisch vereinheitlicht werden.

Stadtrat Michael Frost (Dezernent für das Amt für Jugend, Familie und Frauen) bezeichnet die erreichten Kapazitäten als Erfolg der kontinuierlichen Ausbaumaßnahmen, die auch in den kommenden Jahren weiter fortgeführt werden müssen: „Unsere Kapazitätsplanung muss mit der Bevölkerungsentwicklung Schritt halten, deshalb reicht es nicht, wenn wir nur den Bestand halten, zumal die Betreuung in Einrichtungen der frühkindlichen Bildung für den Spracherwerb ein maßgeblicher Baustein ist. Zudem müssen wir insbesondere im frühkindlichen Bereich die Versorgungsquote dringend anheben, um die Bedingungen für die Vereinbarung von Familie und Beruf für die Eltern zu verbessern. Die Fortschreibung unserer Ausbauplanung werden wir bereits in der konstituierenden Sitzung des Ausschusses für Jugend, Familie und Frauen vorlegen.“

Über alle Betreuungsangebote wurden zum 1. August 2023 insgesamt 1.690 Kinder neu aufgenommen. Aktuell sind noch nicht für alle zur Verfügung stehenden Betreuungsplätze für die Altersgruppe null bis sechs Jahre Betreuungsverträge abgeschlossen. Für den Bereich der unter Dreijährigen betrifft dies 108 Plätze und für die Kinder ab drei Jahren 239 Plätze. Dem gegenüber stehen noch 197 Eltern, die einen Betreuungsbedarf angemeldet haben. Erfahrungsgemäß wird sich dieser Prozess noch in den nächsten Wochen fortführen.

Um den Ausbau der Betreuungsangebote gewährleisten zu können, sind laut Stadtrat Frost nicht nur weitere Investitionen in die Gebäude erforderlich, sondern vor allem auch eine umfassende Strategie der Gewinnung und der Bindung des benötigten Fachpersonals. Frost: „Im Bereich der städtischen Kitas ist es dem Magistrat zum neuen Kita-Jahr gelungen, von 425 Stellen nahezu alle Stellen zu besetzen. Für die derzeit noch offenen knapp acht Stellen liegen geeignete Bewerbungen vor, so dass wir die Besetzungsverfahren in Kürze voraussichtlich erfolgreich abschließen können.“

Dieser Erfolg sei umso bemerkenswerter, als dass sich die Fachkräftegewinnung bundesweit zu einem Engpassfaktor beim Ausbau frühkindlicher Bildungsangebote entwickelt habe, so Stadtrat Frost. Der akute Fachkräftemangel im sozialpädagogischen Arbeitsfeld basiert auf dem Anstieg der Geburtenzahlen, dem Ausbau der Betreuungsangebote, der Zuwanderung, der Inanspruchnahme des Rechtsanspruchs auf U3-Plätze sowie notwendigen Qualitätsverbesserungen.

Frost: „Dank der politischen Unterstützung des Magistrats konnte die Vergütung der Erzieherinnen und Erzieher in den städtischen Kindertageseinrichtungen auf der Grundlage der geltenden Tarifverträge einheitlich angehoben werden. Die Höhergruppierung bedeutet beispielsweise für eine Fachkraft mit 15-jähriger Berufserfahrung ein monatliches Plus von knapp 500 Euro brutto. Dieser Beschluss ist ausdrückliche Anerkennung für die anspruchsvolle Tätigkeit unserer Erzieherinnen und Erzieher, die angesichts der vielfältigen Herausforderungen für die frühkindliche Bildung und Betreuung gesellschaftlich immer größere Bedeutung erhält.“

In diesem Schuljahr haben an der Beruflichen Schule Sophie Scholl 70 Schülerinnen und Schüler in Vollzeit (3 Klassenverbände) und zwölf Schülerinnen und Schüler in Teilzeit (1 Klassenverband) die Ausbildung zur Erzieherin und zum Erzieher gestartet. Des Weiteren werden an der Schule 59 sozialpädagogische Assistentinnen und Assistenten (2 Klassenverbände), 26 Kinderpflegerinnen und Kinderpfleger (1 Klassenverband) und 17 Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger ausgebildet. Darüber hinaus begleitet die Schule ab diesem Schuljahr 57 Erzieherinnen und Erzieher in ihrem Berufspraktikum (ehemals Anerkennungsjahr) auf ihrem Weg zur staatlichen Anerkennung.

Neben der grundständigen Ausbildung von pädagogischem Fachpersonal an der Beruflichen Schule Sophie Scholl hat das Amt für Jugend, Familie und Frauen mit verschiedenen Kooperationspartnern eine ganze Reihe zusätzlicher Personalgewinnungsmaßnahmen auf den Weg gebracht.

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Neben der gezielten Personalakquise in Rahmen von Projekten wirbt der Magistrat der Stadt Bremerhaven mit der bereits 2019 initiierten Imagekampagne für die Berufstätigkeit in der Kindertagesbetreuung. Durch die erstellte Homepage werden mit klarer Orientierung auf die anzusprechende Zielgruppe die positiven Attribute einer Tätigkeit in Kindertageseinrichtungen in Bremerhaven aktiv kommuniziert. Informationen gibt es unter www.bremerhaven.de/de/e.82033.html.

Unterm Strich sieht Stadtrat Frost den Bereich der Kindertagesbetreuung für die Zukunft gut aufgestellt: „In unseren Anstrengungen dürfen wir nicht nachlassen, und für die Bewältigung insbesondere der investiven Bedarfe benötigen wir die Unterstützung des Landes und des Bundes. Daneben mahne ich aber auch erneut die Anhebung der Ausbildungskapazitäten für Erzieherinnen und Erzieher in den umliegenden Landkreisen an, die derzeit noch deutlich unterhalb ihres eigenen Personalbedarfs liegen.“

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