Arktis erwärmt sich schneller als der Rest der Erde – regionale Sturmaktivitäten nehmen zu: Ergebnisse des Forschungsprojekts

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Die Arktis erwärmt sich zwei- bis dreimal schneller als der Rest der Erde. Dieses Phänomen wird als arktische Verstärkung bezeichnet. Foto: Gunnar Spreen/ Universität Bremen

Neue Ergebnisse zeigen: Arktis-Atmosphäre wird feuchter, regionale Sturmaktivitäten nehmen zu

Eine Veröffentlichung zu ersten Ergebnissen im Sonderforschungsbereich (SFB) zu Arktischen Klimaveränderungen hat es auf das Cover der renommierten Zeitschrift „Bulletin of the American Meteorological Society“ (Juli-Ausgabe) geschafft. Der SFB-Transregio (AC)3 – Arktische Verstärkung ist ein Zusammenschluss der Universität Leipzig, der Universität Bremen und der Universität zu Köln sowie der Großforschungseinrichtungen TROPOS in Leipzig und Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven.

Der SFB-Transregio (AC)3 – Arktische Verstärkung ist ein Zusammenschluss der Universität Leipzig, der Universität Bremen und der Universität zu Köln sowie der Großforschungseinrichtungen TROPOS in Leipzig und des Alfred-Wegener-Instituts in Bremerhaven.

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Dr. Gunnar Spreen, Umweltphysiker von der Universität Bremen betont: “Da es wenige Messstationen in der Arktis gibt, sind Satellitendaten besonders wichtig. Im Sommer hat die Meereisfläche seit den 1970ern um die Hälfte abgenommen. Auch die Eisdicke und Schneehöhe hat abgenommen, während gleichzeitig das Eis jetzt mobiler ist und schneller driftet. Neben dem Meereis haben Satelliten auch Änderungen der Wolkeneigenschaften und des Ozeans beobachtet.“

Die Zeitschrift, die seit 1920 von der Meteorologischen Gesellschaft der USA herausgegeben wird, hatte den Artikel zu „ersten Ergebnissen und Aussichten des Projekts“ im Januar erstmals veröffentlicht. Hier eine Zusammenfassung des Artikels:

Arktis erwärmt sich schneller als andere Gebiete

Die Arktis erwärmt sich zwei- bis dreimal schneller als der Rest der Erde. Dieses Phänomen wird als arktische Verstärkung bezeichnet. Um zum Verständnis dieser Erwärmung beizutragen, wurde 2016 der Sonderforschungsbereich/Transregio (AC)³, gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), ins Leben gerufen. Er umfasst Modellierungs- und Datenanalysearbeiten sowie Beobachtungselemente.

Das Projekt hat eine Fülle von boden-, luft-, schiffs- und satellitengestützten Daten zu physikalischen, chemischen und meteorologischen Eigenschaften der arktischen Atmosphäre, der Kryosphäre und des oberen Ozeans zusammengetragen, die der arktischen Klimaforschungsgemeinschaft zur Verfügung stehen. Allein 1.700 Datensätze sind auf einem frei zugänglichen Forschungsdatenserver (Pangea), der von der Universität Bremen und dem Alfred-Wegener-Institut betrieben wird, abgelegt). Im Rahmen des SFB wurden gekoppelte Atmosphären-Ozean-Modelle kontinuierlich weiterentwickelt.

Arktis-Atmosphäre ist feuchter geworden, regionale Sturmaktivitäten nehmen zu

Kurzfristige Veränderungen und Hinweise auf langfristige Trends in den arktischen Klimaparametern stellten die Wissenschaftler:innen anhand vorhandener und neuer Daten fest. Sie ermittelten beispielsweise, dass die arktische Atmosphäre deutlich feuchter geworden ist und regionale Sturmaktivitäten verstärkt zunehmen. Die Erwärmung im Winter in den Regionen um Spitzbergen und den Nordpol haben sich verstärkt, was eine Abnahme der Meereisdicke in der Framstraße sowie der Schneehöhe auf dem Eis zur Folge hat.

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Um die Ergebnisse künftig besser miteinander in Verbindung zu setzen, entwickeln die Forscher:innen Querschnittsthemen weiter, die auf die Beantwortung von Schlüsselfragen in vier Schwerpunktbereichen abzielen: Rückkopplung der Rate der Temperaturabnahme mit der Höhe, Oberflächenprozesse, arktische Mischphasenwolken sowie Transport und Umwandlung von Luftmassen.

Der Sonderforschungsbereich/Transregio „Arctic Amplification“, (AC)³

Zum Forschungsverbund (AC)³ gehören die Universität Leipzig, die Universität Bremen und die Universität zu Köln sowie das Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) und das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) in Leipzig. Ziel des Verbundes ist es, die derzeitig ablaufende dramatische Klimaentwicklung in der Arktis mit verschiedenen Methoden zu beobachten, um die Verlässlichkeit von Modellen zur Vorhersage der beobachteten Erwärmung in der Arktis zu verbessern. Derzeit befindet sich der SFB-Transregio im achten Jahr der zweiten Förderphase.

Weitere Informationen:

www.ac3-tr.de

www.pangaea.de

www.uni-bremen.de

Zum Artikel: https://doi.org/10.1175/BAMS-D-21-0218.1

 

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