Ärztinnenmangel und Ärztemangel in der Region: Magistrat will Einrichtung eines Medizinischen Versorgungszentrums auf den Weg bringen

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Die Zahl der niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte in Bremerhaven wird sich in den kommenden Jahren deutlich reduzieren.

„Wir müssen aber die medizinische Grundversorgung der Bevölkerung sicherstellen“, betont Stadtrat Selcuk Caloglu, Dezernent für das Gesundheitsamt. Deshalb hat er gemeinsam mit Oberbürgermeister Melf Grantz, Dezernent für Wirtschaft, ein Konzept gegen den drohenden Ärztinnenmangel und Ärztemangel erarbeitet. „Wir wollen insbesondere die Einrichtung eines kommunalen MVZs auf den Weg bringen“, so Grantz.

Das Gesundheitsamt befindet sich dazu seit längerem in gemeinsamer Abstimmung mit der Bremerhavener Gesellschaft für Investitionsförderung und Stadtentwicklung mbH (BIS), der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (KVHB) und der Vertreterin der niedergelassenen Hausärztinnen und Hausärzte in Bremerhaven. „Entstanden ist das so genannte Themenpaket (Haus-)Ärztinnenmangel und Ärztemangel, in dem auch der Betrieb eines kommunalen medizinischen Versorgungszentrums (MVZ) erwogen wird“, erklärt Caloglu. Er wolle sich jetzt bei der Senatorin in Bremen um eine entsprechende Förderung kümmern. „Zudem fordern wir die Senatorin für Gesundheit auf, den Gutachtenauftrag zur Realisierung eines kommunalen MVZ in der Stadtgemeinde Bremen auf Bremerhaven auszudehnen“, betont Caloglu. Ein möglicher Standort des MVZ solle in Zusammenarbeit mit der BIS und der KVHB jetzt gesucht werden.

„Darüber hinaus sollen die Marketing- und Anwerbemaßnahmen erheblich ausgedehnt werden“, erklärt Oberbürgermeister Melf Grantz, Dezernent für Wirtschaft. So sollen neben einer abgestimmten Niederlassungsförderung auch die lebenswerte Region beworben werden. „Zudem wollen wir künftige Ärztinnen und Ärzte bei der Wohnraumsuche, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder und der Jobsuche für Familienangehörige unterstützen“, zählt Grantz auf. Denkbar seien darüber hinaus auch Ansiedlungsprämien. „Ziel ist, dass wir die Ärztinnen und Ärzte von den Vorteilen unserer Region überzeugen und sie auch eine Perspektive für ihre Familien sehen“, betont Grantz.

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Caloglu ergänzt, dass auch die Gespräche zwischen Magistrat und Senat zur Einrichtung einer medizinischen Ausbildung weiter forciert werden sollen. „Der `Klebeeffekt´ von Studierenden, die dann in der Region bleiben, in der sie sich während des Studiums einen Freundeskreis aufgebaut haben ist nicht zu unterschätzen“, so Caloglu. Zudem würde eine medizinische Ausbildung im Lande Bremen auch dafür sorgen, dass junge Menschen aus der Region vor Ort bleiben könnten.

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