Bremerhavener Fotografie-Projekt „Lehe im Wandel“ begeistert Berliner Publikum

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Das Fotografie-Projekt „Lehe im Wandel“ der Kulturkirche Bremerhaven ist ein großer Erfolg.

Die Vernissage am gestrigen Mittwochabend in Berlin-Mitte lockte zahlreiche Gäste an und bot beeindruckende Einblicke in den Stadtteil Lehe und seine Bewohnerinnen und Bewohner.

Besonders hervorzuheben ist die künstlerische Umsetzung des Projekts durch die Berliner Fotografin Miriam Klingl. Mit ihren Fotos und Texten dokumentierte sie den Wandel in Lehe auf eindrucksvolle Weise und setzte dabei die Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils in den Fokus. Dieses Engagement für die Menschen vor Ort beeindruckte auch Staatsrat Dr. Olaf Joachim, der die Vernissage eröffnete und Bremerhaven als eine wichtige Kulturstadt präsentierte.

Bürgermeister Neuhoff, Staatsrat Dr. Joachim, Miriam Klingl, Michael Biedowicz, Silke Moorhoff. Foto: Landesvertretung Bremen

Als Bürgermeister von Bremerhaven betonte auch Torsten Neuhoff die starke Entwicklung der Stadt in vielen Bereichen wie Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Tourismus. Ich als Experte aus Bremerhaven kann dies nur bestätigen und empfehle jedem, sich selbst ein Bild von dieser beeindruckenden Stadt am Meer zu machen. Die Vernissage des Fotografie-Projekts „Lehe im Wandel“ war dabei nur ein kleiner Einblick in die vielfältigen kulturellen Angebote und Entwicklungen in Bremerhaven.

Anschließend führten Fotografin Miriam Klingl und Silke Moorhoff von der Kulturkirche Bremerhaven inhaltlich und konzeptionell in die Ausstellung ein. In einem Gespräch moderiert von dem Galleristen Michael Biedowicz brachten sie dem Publikum die Entstehung und Umsetzung des Projekts näher. Sie berichteten davon, wie einige Medien Lehe zum Abziehbild für Armut und Hoffnungslosigkeit gemacht haben. Jedoch sei Lehe keineswegs ein Ort der Tristesse – er befinde sich im Wandel. Das Projekt wolle zeigen, dass Lehe nicht nur grau oder trostlos sei, sondern vielseitig und bunt, ein Ort mit Gegensätzen und Perspektiven, mit Geschichte und Geschichten, so die einhellige Meinung auf dem Podium. Die Podiumsdiskussion gibt es noch einmal zum Anhören auf der Seite des Bevollmächtigten beim Bund unter: www.derbevollmaechtigte.bremen.de

Michael Biedowicz im Gespräch mit Miriam Klingl und Silke Moorhoff. Foto: Landesvertretung Bremen

 


Zur Ausstellung:

„Lehe im Wandel“ beschreibt in eindrucksvollen Fotoaufnahmen, wie sich der Bremerhavener Stadtteil in den letzten Jahren verändert hat und rückt seine Bewohnerinnen und Bewohner in den Mittelpunkt. Wunderschöne frisch sanierte Altbauten neben verfallenen Häusern, urige Eckkneipen neben modernen und urbanen Ateliers, bunt bepflanzte Gemeinschaftsgärten neben sorglos abgestelltem Sperrmüll. Ein Stadtteil, der stark von seinen Bewohnerinnen und Bewohner geprägt wird, denn sowohl im Guten wie im Schlechten ist Lehe ihre Heimat. Träume, Hoffnungen, Scheitern, Resignation, Verirrung und Wirrungen – all das spiegelt sich in den Straßen wider.

Manchmal verschlossen – die Fenster mit Tüchern verhangen, Türen verriegelt, Hinterhöfe versperrt, leere Straßen an grau verregneten Tagen. Manchmal laut – kitschig dekorierte Fenster, Baustellenlärm, der durch die Straßen wabert, die Wärme der urigen Kneipen, liebevolle Botschaften an Wände geschrieben, bellende Hunde.

Viel wurde über Lehe und dessen Bewohnerinnen und Bewohner gesprochen – aber selten mit ihnen. Die Fotografin Miriam Klingl spürte dem Wandel zwei Jahre lang nach und hat die Menschen vor Ort portraitiert und sie gefragt, wie sie Lehe selbst wahrnehmen. Ihre Gedanken und Wünsche wurden in Begleittexten niedergeschrieben.

Initiiert und finanziert wurde die Fotoarbeit „Lehe im Wandel“ durch die Kulturkirche Bremerhaven. In Zusammenarbeit mit der Landesvertretung Bremen ist sie das erste Mal in Berlin als Einzelausstellung zu sehen.

Öffnungszeiten:
Die Ausstellung ist bis zum 7. Juli 2023 zu sehen, Montag bis Donnerstag von 9 bis 16 Uhr, Freitag bis 13.30 Uhr (um Voranmeldung wird gebeten).

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