Studierende des Studiengangs Digitale Medienproduktion produzieren Trailer für das Stadttheater Bremerhaven

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Drei Theaterproduktionen wurden filmisch in Szene gesetzt

Was für Kinofilme schon lange ein wichtiges Werbemittel ist, birgt auch für Theater großes Potenzial. Die Rede ist von Trailern, die innerhalb weniger Sekunden neugierig auf das fertige Produkt machen und Menschen zum Kino- oder Theaterbesuch animieren sollen. Das Bremerhavener Stadttheater hat sich dafür Unterstützung aus dem Studiengang Digitale Medienproduktion der Hochschule Bremerhaven geholt. Im Rahmen des Grundlagenkurses „Audiovisuelle Medien“ haben Studierende im zweiten Semester Trailer für drei Theaterproduktionen entwickelt.

Ob Werbevideos und Trailer oder längere Filmformate – die praktische Arbeit an Filmprojekten gehört fest zum Bestandteil des Bremerhavener Medienstudiengangs. Regelmäßig sind die Studierenden damit auch erfolgreich auf Filmfestivals vertreten. Die Kooperation mit dem Stadttheater ist dennoch etwas Besonderes. „Eigentlich ist eine solche Kooperation im zweiten Semester gar nicht vorgesehen. Doch die Chance, in Zusammenarbeit mit dem Stadttheater Bremerhaven Trailer zu entwickeln, war einfach zu reizvoll“, sagt Prof. Dr. Holger Rada, der den Grundlagenkurs leitet. Trotzdem war er zunächst skeptisch, ob er die Trailerproduktion als Aufgabe in seinen Kurs integrieren sollte. „Etwas Bedenken hatte ich schon, denn solche Produktionen sind recht komplex und aufwändig – normalerweise würde ich so etwas eher mit Studierenden der höheren Semester machen. Nach einigen Wochen Diskussion war aber klar, dass die Hälfte des Kurses die ursprünglich angedachte filmische Semesterarbeit macht und die andere Hälfte die Trailerproduktion angeht.“

Der Dramaturg und Leiter des Musiktheaters, Markus Tatzig, hatte die Zusammenarbeit angestoßen: „Eine Kooperation mit der Hochschule Bremerhaven lag dabei nicht nur wegen der geografischen Nähe auf der Hand. Der Studiengang Digitale Medienproduktion schien mir für eine Zusammenarbeit sinnvoll. Denn Trailer sind im Theaterbereich zu einer essentiellen, produktionsbegleitenden und -anwerbenden Instanz geworden. Dass Prof. Rada sofort zu einem Gespräch bereit war und insgesamt drei Trailer in seinen eigentlich schon finalen Modulplan eingebaut hat, war eine große Freude.“

Nicht nur das Stadttheater profitiert von der Zusammenarbeit, auch für die Studierenden war dies eine ganz besondere Erfahrung. „Es war toll, bereits im zweiten Semester einen Trailer für einen Kulturbetrieb drehen zu können und damit erste Praxiserfahrung im Bereich audiovisuelle Medien zu sammeln“, sagt Student Jonathan Knodel. Sein Kommilitone Anton Ferchtandiker sieht das ganz ähnlich: „Als Student eindrucksvolle Einblicke in professionelle Theaterproben zu gewinnen, war für mich ein sehr besonderes Erlebnis.“

Insgesamt haben drei Teams des Kurses an den Trailern gearbeitet. Von den Vorgesprächen über die Konzeption, den Dreh und die Postproduktion haben die Teams vollkommen selbständig gearbeitet. Sie hatten sowohl seitens des Studiengangs als auch seitens des Theaters sehr viel kreativen Spielraum. Dennoch waren die Drehs nicht immer ganz einfach, betont Studentin Ellen Nießing: „Besonders herausfordernd war der Umgang mit der Akustik und der Lichtsituation des Theatersaals und damit, sowohl dem Orchester als auch den Schauspielerinnen und Schauspielern gerecht zu werden.“ Am Ende sind sich Holger Rada und Markus Tatzig aber einig: „Wir sind mit den Ergebnissen sehr zufrieden.“

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