Bremer Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard zum Welt-AIDS-Tag

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Im Land Bremen wurden in diesem Jahr 55 Neuinfektionen (Stand 30. November 2023) mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) an das Robert Koch-Institut gemeldet.

Im Jahr 2022 waren es 56 Infektionen. Obwohl bereits 1982 die ersten Fälle von HIV-Infektionen bekannt wurden, gibt es noch immer Vorurteile im Umgang mit HIV und HIV-Betroffenen, etwa dass das Virus in erster Linie in bestimmten Szenen eine Rolle spiele.

„Auch, wenn es heutzutage sehr gute Medikamente und Schutzmaßnahmen gegen eine Infektion mit dem HI-Virus gibt, herrscht bei dem Thema immer noch viel Unwissenheit. Und noch immer werden Betroffene in unserer Gesellschaft ausgegrenzt und benachteiligt. Dabei stehen die Chancen einer Behandlung gut, dass bei Früherkennung der HIV Infektion die Betroffenen nicht an AIDS erkranken. Die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bremen leistet eine sehr wertvolle Arbeit und klärt über dieses Thema auf. Ich rate allen Bremerinnen und Bremern, sich zu schützen und regelmäßig einen HIV-Test zu machen, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen“, sagt Claudia Bernhard, Senatorin für Gesundheit, Frauen und Verbraucherschutz, zum Welt-AIDS-Tag am 1. Dezember.

Auch die Beratungsstelle für sexuelle Gesundheit im Gesundheitsamt Bremen weist darauf hin, dass alle Menschen, unabhängig von Geschlecht oder Sexualität, wissen sollten, ob sie infiziert sind oder nicht. Nur so können Neuinfektionen mit dem HI-Virus verhindert werden

In der Beratungsstelle können sich alle Bremerinnen und Bremer kostenlos und anonym auf eine HIV-Infektion testen lassen. Die Terminvereinbarung ist seit kurzem auch online möglich. Darüber hinaus informieren die Kolleginnen und Kollegen mit ärztlicher und pädagogischer Expertise in der Beratungsstelle über die Ansteckung mit sexuell übertragbaren Krankheiten und zu Schutzmöglichkeiten. Dazu zählt neben Kondomen auch die Prä-Expositions-Prophylaxe – kurz PrEP, ein Medikament, mit dem sich HIV-negative Menschen vor einer Ansteckung mit HIV schützen können. Gehörlose Bremerinnen und Bremer können nach vorheriger Terminabstimmung auch mit Gebärdendolmetschung beraten werden, darüber hinaus stehen nach Terminvereinbarung auch Dolmetscherinnen und Dolmetscher zur Verfügung.

Mehr dazu unter: www.gesundheitsamt.bremen.de/sexuelle-gesundheit

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