Bremerhaven setzt ein Zeichen: „Keine Gewalt gegen uns“

Ein Arzt und eine Krankenschwester sind auf einem Plakat zu sehen, das Gewalt gegen Einsatzkräfte anprangert. ©Magistratspressestelle

Sie wollen bewegen, retten, schützen und heilen, aber keine Gewalt erfahren: Die Beschäftigten von Polizei, Feuerwehr, Bremerhaven Bus und dem Klinikum Reinkenheide. Doch Pöbeleien, Beleidigungen, Bedrängen, Behindern, Bespucken, verbale und physische Bedrohungen sowie körperliche Gewalt sind auch in Bremerhaven an der Tagesordnung.


Am Montag wurde die Kampagne „Keine Gewalt gegen uns“ von den Beschäftigten, dem OB und der Politik vorgestellt.
©Magistratspressestelle / Verena Weber
Logo der Creative Commons Lizenz »Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 3.0« (CC BY-NC-ND 3.0)Dieses Bild steht unter der Lizenz »Creative Commons Namensnennung – Nicht-kommerziell – Keine Bearbeitung 3.0« (CC BY-NC-ND 3.0).

Deshalb setzt die Stadt Bremerhaven ab Dienstag, dem 26.09.2023, ein stadtweit sichtbares Zeichen mit der Kampagne „Keine Gewalt gegen uns“.

„Wir wollen als Vertreter der Stadtgesellschaft ein Zeichen gegen diese Gewalt setzen und uns solidarisch mit den Beschäftigten zeigen“, erklärte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz am Montag, dem 25.09.2023 bei der Vorstellung der Kampagne.

Auf zahlreichen Großplakaten, an vielen Haltestellen des ÖPNV, den digitalen Werbetafeln in der Innenstadt und insgesamt fünf Bussen von Bremerhaven Bus wird die Kampagne in den nächsten sechs Monaten an verschiedenen Stellen in der Stadt sichtbar sein. Auch auf den Social-Media-Kanälen des Magistrats und der beteiligten Institutionen wird die Kampagne ausgespielt.

Neben der klaren Botschaft „Wir wollen bewegen/retten/schützen/heilen und keine Gewalt erfahren“, soll die Kampagne auch mit dem einprägsamen Icon Aufmerksamkeit erregen und in Erinnerung bleiben: Ein Herz mit Kreuz. Das Herz steht dabei für die Hingabe an den Beruf, das Kreuz symbolisiert zugleich die Ächtung von Gewalt gegen diese Berufsgruppen und erinnert an ein Pflaster, das für die erbetene Hilfestellung steht.

Erarbeitet wurde die Kampagne „Keine Gewalt gegen uns“ von einer Projektgruppe unter Leitung der Ortspolizeibehörde Bremerhaven gemeinsam mit der Feuerwehr, dem Klinikum Bremerhaven, Bremerhaven Bus und dem Magistrat. Bei den abgebildeten Personen handelt es sich um Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der beteiligten Institutionen. „Es erfordert Mut, sein Gesicht für diese Kampagne her zu geben. Ich danke Ihnen dafür sehr herzlich“, sagte Grantz an die anwesenden „Models“ gewandt.

In Auftrag gegeben wurde die Kampagne „Keine Gewalt gegen uns“ von der Stadtverordnetenversammlung im Jahr 2020. „Wir als Magistrat und auch die einzelnen Gesellschaften unternehmen bereits viel, um die Beschäftigten gegen Gewalt zu schützen. Doch damit alleine ist es nicht getan. Denn die zunehmende Verrohung unserer Gesellschaft und die sinkende Hemmschwelle gegenüber den Einsatzkräften und Beschäftigten ist ein gesamtgesellschaftliches Thema, das weit über Schutzmaßnahmen hinausgeht“, so Grantz.

Die Kampagne „Keine Gewalt gegen uns“ sende deshalb das klare Signal an alle Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten, an alle Beschäftigten der Feuerwehr, des Rettungsdienstes, bei Bremerhaven Bus und im Klinikum Reinkenheide: „Wir stehen hinter euch! Und es geht ein Signal an die Bürgerinnen und Bürger: Zeigen Sie Zivilcourage. Schauen Sie nicht weg, wenn Einsatzkräfte angegangen werden, holen Sie Hilfe, verurteilen Sie Pöbeleien und Beleidigungen. Seien Sie wertschätzend und respektvoll“, betonte Grantz.

Weitere Informationen, Schilderungen und Eindrücke von Erlebnisse finden Sie unter www.kggu.de

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