EVG ruft zu weiterem Arbeitskampf auf: Mehrere Eisenbahn- und Verkehrsunternehmen betroffen

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Neuer Bahnstreik von Sonntag bis Dienstag

Die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) hat beschlossen, ihre Mitglieder zu einem erneuten Arbeitskampf aufzurufen. Diese Entscheidung betrifft nahezu alle der etwa 50 Eisenbahn- und Verkehrsunternehmen, mit Ausnahme jener Unternehmen, in denen bereits bedeutende Fortschritte in den Verhandlungen erzielt wurden.

Die Gewerkschaft beklagt, dass die meisten Arbeitgeber zögern und nur langsam Fortschritte in den Verhandlungen erzielen. Sie fordert erhebliche Nachbesserungen bei den vorliegenden Angeboten. Um den Druck zu erhöhen und ein deutliches Signal zu senden, dass die Arbeitgeber ihre Angebote verbessern müssen, wird die EVG erneut streiken.

Die Mitglieder der EVG sind aufgerufen, ab Sonntag, dem 14. Mai 2023, um 22:00 Uhr die Arbeit niederzulegen. Der Streik soll bis einschließlich Dienstag, dem 16. Mai 2023, um 24:00 Uhr andauern.

Vor allem im Cargo-Bereich werde der lange Ausstand spürbare Folgen und damit auch wirtschaftliche Auswirkungen haben. „Aus eigener Überzeugung scheint die Deutsche Bahn kein verhandlungsfähiges Angebot vorlegen zu wollen, offensichtlich ist dazu erheblicher Druck nötig. Deshalb setzen wir jetzt einen neuen Akzent“, so Kristian Loroch.

„Unsere Tarifkommissionen haben klare Forderungen für die Tarifrunde formuliert, unsere Aufgabe ist es, diese jetzt durchzusetzen. Die Erfahrung lehrt uns, dass es insbesondere in den Angeboten der Deutschen Bahn häufig ein Hintertürchen gibt, mit dem vermeintliche Erfolge wieder in Frage gestellt werden. Das erleben wir gerade wieder beim Thema Mindestlohn. Da wird der Öffentlichkeit suggeriert, man habe doch die Forderungen der EVG erfüllt und verstehe gar nicht, warum jetzt nicht endlich verhandelt wird.“

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Tatsächlich seien die Forderungen der EVG aber nicht erfüllt worden. Richtig sei, dass die 12 Euro Mindestlohn nun in der Tabelle stehen sollen, dies werde aber verbunden mit erneuten Einschränkungen. „Bei allen, die bei der DB AG am Wenigsten verdienen, wäre bei 13 Euro Schluss, egal, wie hoch die Lohnerhöhung tatsächlich ausfallen würde. „Diese Benachteiligung muss weg, da gibt es für uns keinerlei Verhandlungsspielraum. Es ist völlig unerklärlich, warum sich die Verhandlungsführer der Deutschen Bahn ständig selber Steine in den Weg legen und so für unnötigen Schwergang sorgen, zumal auch das bislang vorgelegte Angebote inakzeptabel ist, da es in keiner Weise auf die Forderungen der EVG eingeht. Schon das allein ist ein Grund für einen weiteren Warnstreik“, so Kristian Loroch.

„Alle Unternehmen wissen, dass sie nachlegen müssen, brauchen aber offensichtlich noch mindestens einen Streik, damit sich diese Erkenntnis bei allen Beteiligten endlich durchsetzt. Insofern werden wir den Druck aufbauen, der nötig ist, damit über unsere Forderungen verhandelt wird. Wir werden dabei aber stets die Verhältnismäßigkeit wahren“, machte EVG-Tarifvorstand Cosima Ingenschay deutlich.

„Streik ist für uns kein Selbstzweck, wer seine Angebote so nachbessert, dass ein zielführendes Verhandeln möglich ist, wird nicht bestreikt. Das gilt auch für die DB AG“, erklärte EVG-Verhandlungsführer Kristian Loroch.

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