Senat beschließt Fachkräftestrategie 2023

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Maßnahmenpaket für zukunftsorientierte Weiterbildung und Beschäftigung

Der Senat hat in seiner heutigen Sitzung (24. Januar 2023) die Fachkräftestrategie für das Land Bremen 2023 beschlossen. Die von der Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa federführend erarbeitete Strategie zielt darauf ab, möglichen Fachkräfteengpässen frühzeitig entgegenzuwirken. Um das Fachkräfteangebot zu sichern, werden Maßnahmen verstetigt und (weiter-)entwickelt, die unter anderem mehr Menschen den Weg in Aus- und Weiterbildung sowie in Beschäftigung ebnen.

Dazu Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa: „Der künftige Erfolg Bremens als Wirtschafts- und Innovationsstandort hängt maßgeblich von der Verfügbarkeit qualifizierter Fachkräfte ab. Dafür müssen wir mehr Möglichkeiten für die zukunftsorientierte Weiterbildung und Beschäftigung schaffen. Mit der Fachkräftestrategie formulieren wir klare Ziele. Dazu zählt unter anderem der Ausbau der Kinderbetreuung, damit mehr Frauen – gerade auch Alleinerziehende – in Ausbildung und Arbeit kommen. Ein wichtiger Schritt, denn eine höhere Qualifizierung ist der Schlüssel für Frauen, um besser bezahlte Jobs zu bekommen. Ein weiteres Ziel ist der gemeinsam mit Handwerk und Industrie geplante Campus für Aus- und Weiterbildung für Innovation und Transformation im Bereich Klimaschutz. Hier werden wir die Fachkräfte aus- und weiterbilden, die wir für die klimagerechte Transformation der Wirtschaft benötigen.“

Vor dem Hintergrund der aktuellen demographischen Entwicklung sowie der technologischen und ökologischen Transformation wird erwartet, dass sich das Angebot an Fachkräften verknappen und es Änderungen bei den nachgefragten Qualifikationen geben wird. Aktuelle Prognosen gehen etwa davon aus, dass die Zahl der Erwerbspersonen im Land Bremen bis zum Jahr 2035 um etwa 16.000 Personen abnehmen wird.

Mit der Fachkräftestrategie hat der Senat ein Maßnahmenpaket vorgelegt, um diesen Herausforderungen aktiv zu begegnen. Besonderes Augenmerk legt die Fachkräftestrategie dabei auf die Verbesserung der Arbeitsmarktchancen von Frauen. Hier setzt auch die Landesstrategie Gendergerechtigkeit und Entgeltgleichheit an. Nur über den besseren Zugang zu qualifizierter Erwerbsarbeit und zu Vollzeitbeschäftigung für mehr Frauen lässt sich das Fachkräfteangebot sichern. Die Maßnahmen beider Strategien zielen daher nicht nur auf die Auflösung von Geschlechter-Stereotypen am Arbeitsmarkt, sondern auch auf verbesserte Rahmenbedingungen, wie der bedarfsgerechte Ausbau der Kinderbetreuung. Damit sollen insbesondere Frauen die Aufstockung der Arbeitszeit, die Teilnahme an Qualifizierungen und bessere Aufstiegschancen ermöglicht werden. Der Handlungsbedarf ist groß: Seit 2019 arbeiten im Land Bremen mehr Frauen in Teilzeit als in Vollzeit, nämlich 51 Prozent. Zudem sind laut Mikrozensus 2022 nur 67,8 Prozent der Bremerinnen erwerbstätig.

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Einen weiteren Schwerpunkt setzt die Fachkräftestrategie auf Aktivitäten zur Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft. Von entscheidender Bedeutung ist auf diesem Weg der Aufbau eines Campus für Aus- und Weiterbildung für Transformation und Innovation im Bereich Klimaschutz, der in Kooperation mit Unternehmen aus Handwerk und Industrie aus dem Bereich Klimaschutz und erneuerbaren Energien entstehen soll. Der Campus besitzt hohe Relevanz, um den für das Erreichen der Klimaziele notwendigen Fachkräftebedarf zu decken, die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu sichern und damit den Innovationsstandort Bremen zu stärken. Der Aus- und Weiterbildungscampus ist Bestandteil der Klimaschutzstrategie 2038. Für das Vorhaben stehen bis zu 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Zu den weiteren Maßnahmen zählen unter anderem Modellprojekte für geringqualifizierte Beschäftigte, die unabhängig vom Arbeitgeber über eine Weiterbildung vom Ungelernten- auf das Fachkräfteniveau aufsteigen wollen, und zur Förderung von Beschäftigten mit ausländischen Qualifikationen.

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