“Maritime Tage” unter besonderen Vorzeichen

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Die schmucke „Christian Radich“ aus Norwegen wird auch bei den Maritimen Tagen 2021 vom 11. bis 15. August der Hingucker sein. ©Stiftelsen Christian Radich
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Kleines Hafenfest in Bremerhaven vom 11. bis 15. August

90 interessante Schiffe unter Segeln, mit Motor oder Dampfkraft, ein Bühnenprogramm, das typisch maritime Klangfarben ebenso bietet wie zarte Harfenklänge oder Kinderrock, Gastronomie mit Streetfood und Budenzauber, eine Chill-Area und eine Soulnacht im Sand und die beliebten Halbtagestörns auf der Weser – die Maritimen Tage 2021 vom 11. bis 15. August geben auf den ersten Blick das Bild einer für Bremerhaven so typischen Veranstaltung. Und doch ist alles anders, denn die Rahmenbedingungen entsprechen der Zeit: Zugangsbeschränkungen, Registrierungen und Hygienemaßnahmen gehören in diesem Jahr ebenso zum Festgeschehen. „Mit sechs umzäunten Erlebnis-Inseln, einem Online-Ticket-System, fixierten Öffnungszeiten und dem Einsatz der Luca-App sowie Einlassbändern werden wir den Bremerhavener:innen und ihren Gästen zwar eine ungewöhnliche aber wegen der Schiffe und des Musikprogramms dennoch attraktive maritime Veranstaltung anbieten können“, ist Dr. Ralf Meyer, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH (EBG), sicher.

Areale, Zugang und Tickets
Sechs sogenannte „Erlebnis-Inseln“ bilden in diesem Jahr das Festgelände. So wurden Extra-Bereiche für den Mittelaltermarkt, die gastronomische Versorgung, das Bühnenprogramm und eine Chill-Area geschaffen. Auch das Weser-Strandbad gilt als eigene Erlebnis-Insel mit besonderem Programmangebot.

Entsprechend ihrer Größe variiert die Personenzahl, die sich zeitgleich in den Inseln aufhalten darf. Denn noch gilt das Abstandsgebot von 1.50 Metern bei einem Platzbedarf von 2.25 Quadratmetern pro Person über sechs Jahren. „Wir haben zusammen mit dem Ordnungsamt und der Polizei festgelegt, dass Kinder bereits ab sechs Jahren eine Zugangsberechtigung für die Erlebnis-Inseln brauchen“, informiert Dr. Ralf Meyer.
So können rund 350 Personen im „Wein-Deck“ chillen während bis zu 1.000 Personen das als „Freiluft-Kombüse“ bezeichnete Streetfood-Festival besuchen dürfen. Verlassen Besucher:innen ein Areal, können Wartende nachrücken. „Wir haben uns entschieden, Tickets nicht für alle Erlebnis-Inseln vorauszusetzen“, erklärt Dr. Ralf Meyer. „Stattdessen erfolgt der Zugang zu den Arealen über die Registrierung per Luca-App am Eingang.“ Zudem bekommt jede Besucher:in ein Einlassbändchen für das Handgelenk, das auch den Zutritt zu den anderen Arealen regelt. Die Bändchen haben täglich eine neue Farbe und sind nicht übertragbar.

Tickets sind nun nur noch für die beiden Bereiche notwendig, in denen die Musik im Vordergrund steht: die „Sand-Bank“ (Weser-Strandbad) und für die Konzerte ab 17.30 Uhr in der „Musik-Werft“ im Llyod-Dock. Die kostenfreien Tickets können ab dem 4. August 2021 um 15 Uhr unter www.bremerhaven.de/TicketMaritimeTage gebucht werden.

Für Speisen und Getränke sowie Toiletten ist in allen Arealen gesorgt.

Grundsätzlich gilt, dass nur Geimpfte mit vollem Impfschutz, Genesene und mit einem offiziellen Nachweis Getestete sich in den Erlebnis-Inseln aufhalten dürfen. Testzentren sind fußläufig vorhanden. Das Testzentrum am Neuen Hafen hat seine Kapazitäten für die Veranstaltungstage erhöht.

Interessante Schiffe aus Nah und Fern
Die Liste der teilnehmenden Schiffe liest sich gut, rund 90 sind verzeichnet: Darunter der spanische Großsegler „Pascual Flores“, der zum ersten Mal in die Seestadt kommt. Der rund 44 Meter lange Dreimaster soll an die glorreiche Zeit der Salzgewinnung und des Handels in Südspanien erinnern. Das Schiff wurde 1917 gebaut. Schon seit 1889 befährt der Hochseefischkutter „Landrath Küster“ die Region Nordsee, er gilt als ältester seines Typs. Der schmucke Kutter ist ein gern gesehener Gast in Bremerhaven. Viele Seestadt-Besuche verzeichnet auch das wahrscheinlich kleinste Segelschiff der Veranstaltung, das 30 Jahre alte Plattbodenschiff „Mien Wicht“. Mit der „Urania“ entsendet die Niederlande ihr einziges segelndes Staatsschiff an die Wesermündung. Die 27 Meter lange Schoneryacht dient dem seemännischen Nachwuchs der Marine seit 1938 als Ausbildungsschiff. Die deutsche Marine kommt mit der Fregatte „Nordrhein-Westfalen“, die erst im Juni 2020 in Dienst gestellt wurde. Mit knapp 150 Metern Länge ist das graue Motorschiff das längste der Maritimen Tage. Ganz in weiß dagegen das sicher schönste: der majestätische Windjammer „Christian Radich“ aus Norwegen. 1937 in Oslo vom Stapel gelaufen, erfüllt auch dieses Vollschiff die Aufgabe, junge Trainees zu Seeleuten auszubilden. Zu einer Zeitreise lädt dagegen die spanische „El Galeón“ ein, der originalgetreue Nachbau einer Galeone. Der Dreimaster bietet im Bauch die Gelegenheit, einen Blick in das 16. Jahrhundert zu werfen. Ein Hingucker auch die „Alexander von Humboldt II“, die in Bremerhaven ihren Heimathafen hat.

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Open Ship und Törns
Schiffe anzufassen, nicht nur anzuschauen, ist bei Bremerhaven-Besucher:innen besonders beliebt, doch noch ist nicht abschließend geklärt, wie das kostenfreie Open Ship in diesem Jahr möglich ist. „Wir haben es allen Schiffsverantwortlichen freigestellt und erwarten deren finale Rückmeldungen zeitnah“, erklärt Dr. Ralf Meyer. Bereits grünes Licht für Schiffsbesuche gab es bisher für die „Christian Radich“, „El Galeón“, „Nordrhein-Westfalen“ und „Pascual Flores“.

Musikalisches Lokalkolorit
Bands aus Bremerhaven und umzu gestalten hauptsächlich das musikalische Programm in der „Musik-Werft“. Mitten im Lloyd-Dock ist allabendlich die Bühne gerichtet für Party-Bands wie „Delicious Devine“, „Watch Your Steps“ oder „Red Noise“. Funk, Soul oder Oldies kommen von den „Hagen Allstars“, der Gruppe „Dictionary of Funk“, Willie Kimborough, der Songs von Elvis Presley interpretiert. Tagsüber gibt es Shantys und plattdeutsches Liedgut, Kinderrock und Harfenklänge, Kabarett und Hiphop. Das Programm tagsüber ist ohne Ticket im Rahmen der üblichen Zugangsbeschränkungen zugänglich, für die abendlichen Konzerte ist ein Ticket zwingend notwendig.

Bundespräsident gibt den Startschuss – Öffnungszeiten
Mit einer offiziellen Eröffnung durch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Mittwoch um 11 Uhr geht es los. Musik hören, etwas essen oder Schiffe gucken ist dann während der Maritimen Tage immer ab 11 Uhr möglich. Die „Freibeuter-Insel“ (Mittelalterdorf) und die „Freiluft-Kombüse“ (Street-Food) enden täglich um 22 Uhr. Die Buden der „Hafen-Kneipe“ (Gastronomie) sowie auf dem „Wein-Deck“ (Chill-Area) schließen Mittwoch bis Samstag um 1 Uhr nachts, am Sonntag um 22 Uhr. Das Musikprogramm der „Musik-Werft“ beginnt täglich um 11.30 Uhr und endet um 22 Uhr, zwischen 16 und 18 Uhr ist eine längere Pause angesetzt, in der alle Zuschauer:innen das Areal verlassen. Auf der „Sand-Bank“ ist an den Programmtagen Mittwoch, Samstag und Sonntag jeweils um 17.30 Uhr Einlass, um 23 Uhr muss der Bereich wieder verlassen werden.





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