Bremerhavener Magistrat für Erneuerung im Klimahaus

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Oberbürgermeister
Melf Grantz freut sich darüber, dass der Magistrat in seiner gestrigen Sitzung einstimmig das Konzept für eine Reattraktivierung des
Klimahaus® Bremerhaven 8° Ost zum Thema „Extremwetter“ begrüßt und der
Finanzierung des Bremerhavener Anteils zugestimmt hat.

„Der Magistrat bittet
den Bremer Senat, einen Finanzierungsanteil in Höhe von 650.000 € für die
Beauftragung der Entwurfsplanung bereitzustellen. Bremerhaven wird sich
über die BEAN an den gesamten Planungskosten in Höhe von 947.000 Euro
beteiligen“ stellt Grantz klar.

Das Klimahaus ist mit Abstand die besuchsstärkste Einrichtung im Land
Bremen und kann einen zuschussfreien kostendeckenden Betrieb
sicherstellen. Allerdings ist die rückläufige Tendenz der Besuchszahlen
unübersehbar. „Dagegen muss durch eine kontinuierliche inhaltliche und
technische Weiterentwicklung des Konzeptes entgegengewirkt werden, um so
thematisch aktuell zu bleiben und Besucherinnen und Besuchern weiterhin
ein attraktives Angebot zu bieten“, betont der Bremerhavener
Oberbürgermeister. „Für mich es unverständlich, dass der Senat bisher
nicht die notwendigen Planungsmittel bereitstellt und dieses wichtige
Thema in eine Art Geiselhaft für die Durchsetzung eines anderen
Vorhabens nimmt“, so Grantz, der die Bedeutung des Klimahauses für
Bremerhaven unterstreicht. „Das Klimahaus ist eine bis heute weltweit
einzigartige Wissens- und Erlebniswelt. Hier werden den Besucherinnen
und Besuchern in einer ausgewogenen Mischung aus wissenschaftlich
fundierter Information und spannungsreichem Erlebnis alle Aspekte um das
global relevante Thema Klima präsentiert.“

Die Besuchsauswertungen haben ergeben, dass rund drei Viertel aller
Klimahaus-Besucherinnen und –Besucher eigens wegen des mehrfach
ausgezeichneten Klimahauses nach Bremerhaven reisen. Sein
Kerneinzugsgebiet umfasst ca. 3,5 Stunden Fahrtzeit und reicht von Köln
bis Kiel, von Helmstedt bis Gronau. In Besucherbefragungen erhält das
Klimahaus seit der Eröffnung fortlaufend Bestnoten. Außerdem hat sich
das Klimahaus über den Status einer Touristenattraktion hinaus zu einer
Plattform der öffentlichen und medialen Debatte um Klimawandel und
Nachhaltigkeit entwickelt. Es werden vielfältige Eigenveranstaltungen –
vom Süßwassersymposium bis zum Afrikakongress – durchgeführt. Im
Ergebnis wurde dem Klimahaus im Jahr 2016 und erneut 2018 der Titel
„Außerschulischer Lernort“ der höchsten Kategorie im
UNESCO-Weltaktionsprogramm „Bildung für nachhaltige Entwicklung“
verliehen.

Auch in den Medien ist das Klimahaus überregional präsent. Die
Berichterstattung zum Klimahaus trägt durchgängig auch dazu bei, ein
positives Bild Bremerhavens zu verbreiten. Oft war Bremerhaven in erster
Linie als strukturschwache Region in den Medien vertreten. Der
Imagegewinn, den die Stadt Bremerhaven seit der Klimahauseröffnung
erhält, ist von erheblichem Wert. „Umso wichtiger ist es, jetzt die
notwendigen Planungsmittel bereitzustellen“, betont Grantz. “Denn der
neue Ausstellungsbereich bietet die Chance, das Klimahaus und die Stadt
Bremerhaven noch stärker als Kompetenzzentrum für Klima und Wetter in
das Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken als dies mit dem
bestehenden Wetterstudio möglich ist. Ich bitte den Senat dringend, die
notwendigen Mittel bereitzustellen.“

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