Melchior-Schwoon-Straße in Bremerhaven: Kanalbau und Straßenerneuerung erfolgreich abgeschlossen
Bremerhaven. Nach rund einem Jahr Bauzeit ist die umfassende Sanierung der Melchior-Schwoon-Straße erfolgreich abgeschlossen. Die von den Entsorgungsbetrieben Bremerhaven (EBB) beauftragte Bremerhavener Entsorgungsgesellschaft mbH (BEG) hatte im September des vergangenen Jahres mit den notwendigen Kanalbauarbeiten begonnen.
„Die Mischwasserkanäle stammten aus den Jahren 1902, 1955 und 1965 und mussten dringend erneuert werden“, erklärt der für die EBB zuständige Stadtrat Hans-Werner Busch, der die Straße kurz vor der Fertigstellung gemeinsam mit Baudezernent Maximilian Charlet besichtigte. „Jetzt fließt das Abwasser durch moderne und größere Kunststoffrohre. Dies ist insbesondere bei Starkregen wichtig – das Regenwasser kann von den größeren Rohren schneller abgeführt werden“, so Busch weiter.
Insgesamt wurden fast 400 Meter Kanalrohr in einer Tiefe von 3,5 Metern erneuert. Parallel zu den Kanalbauarbeiten modernisierte das Amt für Straßen- und Brückenbau die gesamte Fahrbahn sowie die Fuß- und Radwege. Das alte Kleinpflaster wurde durch eine 3.600 Quadratmeter große Asphaltfläche ersetzt. Zusätzlich entstanden 1.500 Quadratmeter Radweg und 1.700 Quadratmeter neue Gehwege.
„Die Radwege sind auf beiden Seiten 50 Zentimeter breiter als zuvor“, erläutert Stadtrat Maximilian Charlet. „Das ermöglicht ein sicheres Überholen und bietet mehr Platz für unterschiedliche Fahrradtypen. So können wir dazu beitragen, Unfallgefahren zu verringern und den Radverkehr insgesamt attraktiver zu gestalten.“
Auch im Hinblick auf Nachhaltigkeit wurde bei der Sanierung Wert auf Ressourcenschonung gelegt: Von insgesamt 600 Metern neuen Bordsteinen konnten wiederverwendbare Elemente der alten Anlage integriert werden.
Für eine bessere Entwässerung sorgen nun 52 neue Sinkkästen, die das Regenwasser deutlich schneller von der Fahrbahn ableiten. Das erhöht nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern verlängert auch die Lebensdauer der Fahrbahn.
Ein weiterer Beitrag zur Sicherheit ist die neu angelegte Verkehrsinsel in Höhe der Stadthäuser und der östlichen Baumarktzufahrt. Sie ermöglicht Fußgängerinnen und Fußgängern das Überqueren der stark befahrenen Straße in zwei Etappen und sorgt so für eine übersichtlichere und sichere Querung.
Insgesamt belaufen sich die Kosten der gesamten Baumaßnahme auf rund 3,5 Millionen Euro. Stadtrat Busch und Baudezernent Charlet zeigten sich erfreut darüber, dass die umfangreichen Arbeiten ohne größere Verzögerungen abgeschlossen werden konnten und der Straßenverkehr nun wieder uneingeschränkt fließt.
