Bremerhaven. Wie können Urlaubsziele nachhaltiger werden und digitale Angebote sinnvoll nutzen? Darüber haben sich 45 internationale Gäste aus neun europäischen Ländern bei der Abschlusskonferenz des EU-Projekts TOURBO in Bremerhaven ausgetauscht. Für die Seestadt brachte die Zusammenarbeit auch Impulse für die eigene Tourismusplanung.
Die dreitägige Veranstaltung wurde von der Erlebnis Bremerhaven GmbH organisiert. Im Mittelpunkt standen Erfahrungen aus den europäischen Partnerregionen und die Frage, welche Lösungen sich auf andere Reiseziele übertragen lassen. Dazu gehören digitale Buchungsmöglichkeiten, nachhaltige Mobilitätsangebote und die Weiterentwicklung regionaler Tourismusstrategien.

Die Bilanz des mehrjährigen Projekts: Die Partner identifizierten 18 erfolgreiche Praxisbeispiele, setzten zwei Pilotmaßnahmen um und verbesserten sechs politische beziehungsweise strategische Instrumente.
„Der direkte Dialog mit unseren europäischen Partnerregionen hat uns wertvolle Impulse geliefert. Wir konnten voneinander lernen, internationale Netzwerke ausbauen und neue Perspektiven für Bremerhaven gewinnen“, erklärte Michael Gerber, Geschäftsführer der Erlebnis Bremerhaven GmbH.
Die europäischen Erfahrungen flossen auch in die Fortschreibung des Tourismuskonzepts Bremerhaven 2030+ ein. Dieses wurde im Dezember 2025 politisch beschlossen und bildet eine Grundlage für die weitere touristische Entwicklung der Stadt.
Neben Fachvorträgen und Diskussionen lernten die Gäste Bremerhavens touristische Angebote kennen. Auf einen Empfang auf dem „Schulschiff Deutschland“ folgten Besuche im Deutschen Auswandererhaus und im Klimahaus. Prof. Dr. Dr. h. c. Alexis Papathanassis von der Hochschule Bremerhaven gab Denkanstöße zur Zukunft des Tourismus.
Zum Abschluss stand der Austausch mit Verantwortlichen aus Tourismusbranche und Stadtverwaltung auf dem Programm. Michael Gerber und Helmut Berends erläuterten, wie die Erlebnis Bremerhaven GmbH gemeinsam mit Hotels, Veranstaltern und weiteren Partnern die Angebote der Seestadt weiterentwickelt. EU-Referentin Claudia Harms zeigte, wie Erkenntnisse aus europäischen Projekten in die örtliche Planung einfließen. Auch Taurean Reddeck beteiligte sich am fachlichen Austausch.
Eine wichtige Rolle in der europäischen Zusammenarbeit übernahm Anne Furphy von der Handelskammer Sevilla. Als Vertreterin des federführenden Projektpartners begleitete sie den kontinuierlichen Austausch zwischen den beteiligten Regionen.
„TOURBO hat gezeigt, wie wertvoll der Blick über die eigenen Grenzen ist. Die gewonnenen Erkenntnisse helfen uns, Bremerhavens Tourismus nachhaltig und zukunftsfähig weiterzuentwickeln“, betonte Franziska Stenzel.
Das Projekt TOURBO wird von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Interreg Europe kofinanziert.
Quelle: Erlebnis Bremerhaven GmbH
