Schließung des Ameos-Krankenhauses Bremerhaven-Mitte: Magistrat sieht Neuorientierung als Chance

Schließung des Ameos-Krankenhauses Bremerhaven-Mitte: Magistrat sieht Neuorientierung als Chance
Klinikum Bremerhaven Reinkenkeide Außenaufnahme Klinikum Bremerhaven Reinkenkeide Außenaufnahme ©Heiko Sandelmann

Die Schließung des Ameos-Krankenhauses Bremerhaven-Mitte ist aus Sicht des Magistrats eine Chance zur Neuorientierung der Krankenhausversorgung in der Stadt.

„Ziel muss sein, eine optimale sowie zukunftsorientierte stationäre Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger Bremerhavens und der Region nicht nur zu sichern, sondern insbesondere durch medizinische Spezialisierung und gute pflegerische Leistungen zu verbessern,“ betont Stadträtin Andrea Toense, Dezernentin für Gesundheit, Klima und Umwelt. „Das Klinikum Bremerhaven Reinkenkeide ist sich seiner Verantwortung im Rahmen des Prozesses vollständig bewusst und bereits intensiv in Gespräche mit der senatorischen Behörde und Ameos eingebunden“, ergänzt Bürgermeister Torsten Neuhoff, Aufsichtsratsvorsitzender des Klinikums Bremerhaven Reinkenkeide

Toense kritisiert die Kommunikationspolitik des Ameos-Konzerns: „Auch wenn es sich bei Ameos um ein privatwirtschaftlich agierendes Unternehmen handelt, hätte ich mir eine frühzeitigere Kommunikation gewünscht,“ so die Dezernentin. Die von Ameos vorgelegten Pläne würden nunmehr von der Krankenhausplanungsbehörde des Landes Bremen, also bei der Senatorin für Gesundheit, ausführlich geprüft. „Dass bereits erste Gespräche der senatorischen Behörde mit Ameos und dem städtischen Klinikum Bremerhaven Reinkenheide, dem KBR, stattgefunden haben und zeitnah weitere geplant sind, begrüße ich sehr“, so Toense.

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Toense und Neuhoff betonen, dass das KBR sich konstruktiv an den Gesprächen beteiligen wird. „Klar muss aber auch sein, sofern es zur Übernahme einzelner Versorgungsaufträge durch das KBR kommt, dass dies nur mit einem entsprechenden finanziellen Ausgleich erfolgen kann“, so Neuhoff. Es dürfe nicht vergessen werden, dass die Rückgabe von Versorgungsaufträgen durch Ameos zwar mit dem chronisch unterfinanzierten Krankenhauswesen begründet wird, aber insbesondere wirtschaftliche Gründe für die Entscheidung von Ameos ausschlaggebend gewesen sein dürften.

Stadtrat Peter Skusa, Dezernent für die Feuerwehr, betont mit Blick auf den Rettungsdienst: „Ich gehe davon aus, dass die Notaufnahme, die bisher im Klinikum Mitte von Ameos bestand, an den Standort von Ameos am Bürgerpark verlagert wird. Alles andere wäre für die Akutversorgung der Menschen in Bremerhaven und Umgebung untragbar.“

Toense und Neuhoff sind sich einig, dass die sich jetzt abzeichnende Möglichkeit einer Neuorientierung das Ziel haben muss, die Qualität der stationären Versorgung im Oberzentrum Bremerhaven langfristig mit hohem medizinischem und pflegerischem Niveau auskömmlich zu sichern. „Der Magistrat wird dazu im Rahmen seiner Möglichkeiten konstruktiv beitragen“, so Toense. „Die unternehmerische Entscheidung von Ameos das Versorgungsangebot in zentraler Lage zu reduzieren, eröffnet dem KBR die Option über eigene Einrichtungen nachzudenken“, so Neuhoff abschließend.

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