Unerwartetes Sturmtief an der Nordseeküste: Experten warnen vor erhöhten Wasserständen, starkem Wind und Fährbetriebsstörungen

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Unerwartetes Sturmtief an der Nordseeküste: Experten warnen vor erhöhten Wasserständen, starkem Wind und Fährbetriebsstörungen

Niedersächsische Nordseeküste, 07.08.2023 – Ein außergewöhnlich intensives Sturmtief über der südlichen Ostsee bringt unvorhergesehenes Wetter an die niedersächsische Nordseeküste. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) bestätigt, dass Küstenbewohner und Sommerurlauber sich auf stürmisches Wetter einstellen müssen, das auch im Landesinneren spürbar ist.

Ab dem Nachmittag sind entlang der Küste Sturmböen der Stärke neun mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Kilometern pro Stunde zu erwarten. Weiter landeinwärts wird der Wind bei bedecktem Himmel und Regen mit Stärken von sieben bis acht wehen. In Bremerhaven hat das stürmische Wetter bereits zu einigen umgeknickten Bäumen geführt.

Die Experten des Sturmflutwarndienstes beim Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rechnen aufgrund des Nordwestwindes mit erhöhten Wasserständen entlang der Küste. Das Nachmittagshochwasser wird voraussichtlich zwischen einem dreiviertel und einem Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, was zu einer leichten Sturmflutgefahr führt.

Aufgrund dieser Entwicklung haben einige Fährbetriebe ihre Fahrten für den Nachmittag abgesagt, darunter die Verbindungen zur Insel Wangerooge und Spiekeroog. Zusätzlich beeinträchtigt ein technischer Defekt vorübergehend den Fährbetrieb der Weserfähre.

Die Weserfähre wird ab Montag, dem 07.08.2023 bis einschließlich Samstag, dem 12.08.2023, im Zeitfenster zwischen 10:20 Uhr Fähranleger Bremerhaven und 17:40 Uhr Fähranleger Nordenham/Blexen, nur mit einem Schiff im 40-Minuten-Takt fahren, aufgrund eines Personalengpasses.

Die ungewöhnlichen Wetterbedingungen sollen laut DWD bis Mitte der Woche anhalten. Während an der Küste voraussichtlich erst ab Mittwoch eine Abnahme der Windstärken zu erwarten ist, wird im Binnenland bereits in der Nacht zum Dienstag eine Beruhigung erwartet.

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