Bremerhaven mit höherem Aufholbedarf bei Gästeübernachtungen im Vergleich zu Bremen

Die Anzahl der Gästeübernachtungen im Land Bremen ist von über 2,8 Millionen im Jahr 2019 auf unter 1,7 Millionen in den Jahren 2020 und 2021 zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von 41,0 (2021) beziehungsweise 47,1 (2020) Prozent gegenüber 2019. Im gleichen Zeitraum fiel der bundesweite Rückgang mit fast 40,0 Prozent etwas geringer aus.

Mit zunehmender Aufhebung der pandemiebedingten Beschränkungen im Jahr 2022 stieg die Anzahl der Gästeübernachtungen im Land Bremen wieder an, sie lag mit rund 2,6 Millionen jedoch immer noch 8,6 Prozent unter dem Niveau von 2019. Bundesweit wurden im vergangenen Jahr 451 Millionen Übernachtungen gezählt und damit 9,1 Prozent weniger als 2019 – sprich vor Beginn der Pandemie.

Grafik: Veränderung der Gästeübernachtungen aus dem Ausland in den Bundesländern im Vergleich zu 2019 in %. Foto: Statistisches Landesamt

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Übernachtungen ausländischer Gäste besonders stark zurückgegangen

Bei der getrennten Betrachtung der Gästeübernachtungen aus dem In- und Ausland zeigt sich, dass die Gästeübernachtungen aus dem Ausland in den Jahren 2020 und 2021 in allen Bundesländern stärker zurückgegangen sind als die der inländischen Gästeübernachtungen. Im Land Bremen gingen die Übernachtungen ausländischer Gäste während der Pandemiejahre 2020 und 2021 um bis zu 65 Prozent gegenüber 2019 zurück. Die Anzahl der inländischen Gästeübernachtungen lag im gleichen Zeitraum bis zu 43 Prozent unter dem Vor-Pandemie-Niveau. Bundesweit lag der Rückgang ausländischer Gästeübernachtungen in diesem Zeitraum bei über 65 Prozent, inländische Gästeübernachtungen sind dagegen um mehr als 33 Prozent zurückgegangen. Diese unterschiedliche Entwicklung setzte sich auch im Jahr 2022 fort, allerdings auf höherem Niveau. So lagen 2022 die Gästeübernachtungen im Land Bremen aus dem Inland 6,0 Prozent unter dem Niveau von 2019 (Deutschland: -5,7 Prozent). Bei den ausländischen Gästeübernachtungen waren es 19,8 Prozent weniger als 2019 (Deutschland: -24,3 Prozent). Die beiden anderen Stadtstaaten Berlin und Hamburg hatten in den beiden Pandemiejahren einen deutlich höheren Rückgang der Gästeübernachtungen zu verzeichnen als Bremen.

Bremerhaven weiter als Bremen von Vor-Pandemie-Niveau entfernt

Im Vergleich der beiden Städte im Land Bremen war Bremerhaven 2022 mit 12,3 Prozent deutlich weiter vom Vor-Pandemie-Niveau der Gästeübernachtungen entfernt als die Stadt Bremen mit 7,9 Prozent. Für den höheren Aufholbedarf von Bremerhaven sind vorrangig die inländischen Gästeübernachtungen verantwortlich, die in 2022 weiterhin 11,8 Prozent unter dem Niveau von 2019 lagen. Die Stadt Bremen lag mit 7,9 Prozent im Mittelfeld aller Städte, wobei hier die weiterhin starken Einbußen bei den ausländischen Übernachtungen (-20,3 Prozent) ein besseres Abschneiden verhindert haben. Den größten bundesweiten Rückgang 2022 verzeichnete der Landkreis Ahrweiler in Rheinlad-Pfalz mit minus 57,4 Prozent im Vergleich zu 2019, der jedoch 2021 am stärksten von der Flutkatastrophe im Ahrtal betroffen war. Dahinter folgen die Stadt Wolfsburg in Niedersachsen (-38,1 Prozent), die Stadt Suhl in Thüringen (-33,3 Prozent) und der Landkreis Groß-Gerau in Hessen (-33,2 Prozent).

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Weitere Ergebnisse sowie eine deutschlandweite interaktive Darstellung der regionalen Unterschiede der Entwicklung der Gästeübernachtungen sind im Statistikportal der Statistischen Ämter des Bundes und der Länder verfügbar unter: www.statistikportal.de/tourismus-pandemie

Grundlage der vorliegenden Auswertung zum Tourismus in Deutschland sind die Jahressummen der Monatserhebung im Tourismus aus der Regionaldatenbank Deutschland (www.regionalstatistik.de/genesis/online/statistic/45412). Bei den Gästeübernachtungen werden sowohl touristische als auch berufliche Reisen erfasst, eine getrennte Auswertung ausschließlich touristischer Reisen ist mit den vorliegenden Daten nicht möglich.

Weitere kartographische Darstellungen auf Kreis- und Gemeindeebene zum Thema Tourismus finden Sie auch im Regionalatlas Deutschland: regionalatlas.statistikportal.de/?BL=DE&TCode=AI012-5&ICode=AI1201

Kleinräumige Auswirkungen der Corona-Pandemie im Tourismusatlas erkennbar

Kleinräumige Ergebnisse zum Tourismus in Deutschland bildet der kürzlich aktualisierte Tourismusatlas in Form von interaktiven Rasterkarten (10 Kilometer bis zu 1 Kilometer Rasterweite) für die Jahre 2018 bis 2022 ab. Mit Blick auf die Corona-Pandemie und unabhängig von administrativen Grenzen zeigt der Tourismusatlas unter anderem, in welchen Gebieten pandemiebedingte Schwankungen der Übernachtungszahlen im Jahresverlauf noch immer auftreten und wo die ausländischen Gäste wieder stärker an Bedeutung gewinnen. Für die räumliche Analyse der ausländischen Gästeübernachtungen wurden mit dem aktuellen Update vier weitere wichtige Herkunftsländer für den Tourismus in Deutschland ergänzt. Zum Tourismusatlas: tourismusatlas.statistikportal.de.

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