Meilenstein für digitale Infrastruktur im Hafen: Neues Anlegesystem SAMS

Kick-Off für Digitalisierung im Hafen: Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing überreicht Häfensenatorin Dr. Claudia Schilling den Förderbescheid für das neue Schiffsanlegemesssystem (SAMS). Foto: SWH!0.2.23 Foto Scheer

Das SAMS kommt nach Bremerhaven, genauer gesagt an die Stromkaje im Überseehafen. SAMS steht für SchiffsAnlegeMessSystem und es soll zukünftig Anlegemanöver an der Stromkaje digital unterstützen. Das Projekt wird gefördert durch das Bundesministerium für Digitales und Verkehr. Zum Start des Projektes war Minister Dr. Volker Wissing nach Bremerhaven gekommen, um den Förderbescheid zu überreichen.

Dr. Volker Wissing: „Die digitale Transformation der Häfen ist im vollen Gange, es wird immer smarter, effizienter und sicherer gearbeitet. Dank der neuartigen Radarsensoren, die im Zuge des SAMS-Projektes in Bremerhaven Einzug halten, kann die Auslastung des Hafens optimal geplant, Hafenentgelte abgerechnet oder Schiffe leichter navigiert werden. Die Daten sind die Grundlage dafür, dass Innovationen wie automatisiertes beziehungsweise autonomes Fahren auf dem Wasser umgesetzt und erprobt werden können. Wir bauen derzeit an 15 Standorten solche Reallabore auf, sechs weitere Projekte werden vorbereitet. Einen neuen Förderaufruf haben wir bereits gestartet. Mein Appell an die maritime Branche: Nutzen Sie die Chance, bewerben lohnt sich.“

Dr. Claudia Schilling, Senatorin für Wissenschaft und Häfen, bedankte sich bei Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing für die Unterstützung: „Die Förderprogramme des Bundes geben gerade im Hinblick auf Modernisierung und Digitalisierung in den Häfen eine Vielzahl von Impulsen. Das neue Messsystem an den Kajen unterstützt Lotsen und Besatzung bei dem anspruchsvollen nautischen Anlegemanöver. Zugleich trägt SAMS zum Schutz der Kajen bei und reduziert somit Unterhaltungskosten. Zusammen mit den weiteren Digitalisierungsprojekten sind die bremischen Häfen auf einem guten Weg in die Digitale Zukunft.“

Kajenanlagen sind während des Anlegemanövers besonderen Kräften ausgesetzt. Die Folgen sind Verschleiß der Kajen oder Beschädigungen durch Fehlentscheidungen beim Anlegemanöver eines Schiffes. Abhilfe schaffen soll das digitale Testfeld mit insgesamt 58 Sensoren im Bereich der Containerterminals an der Stromkaje. Die installierten Sensoren können den Abstand eines anlegenden Schiffes zur Kaje messen. Aus den jeweiligen Abstandsmessungen lassen sich die Anlegegeschwindigkeit sowie der Anlegewinkel berechnen. Zusätzlich kann die Energieaufnahme der Fenderkonstruktion, die die Kaje schützt, messtechnisch erfasst werden. Abgerundet werden die erfassten Daten der georeferenzierten Sensoren durch ihre Zuordnung zu dem jeweiligen Schiff.

Die Daten des SAMS sollen den Lotsen und Schiffsbesatzungen zukünftig als Live-Daten zur Verfügung stehen, um beim Anlegevorgang zu unterstützen. Dieser Live-Feed stellt eine wichtige Grundlage für die künftige landseitige Unterstützung von autonomen Anlegesystemen dar. Darüber hinaus werden alle Messwerte und Daten dauerhaft in ein Datenbanksystem zur Erhöhung der Ausfall-, Funktions- und Betriebssicherheit geschrieben und archiviert. Diese Daten können für einen festgelegten Benutzerkreis zusätzlich für statistische Auswertungen genutzt werden. Diese im Projekt SAMS automatische Erkennung von Ereignissen ist ein wichtiger Meilenstein für die weitere Automatisierung der Terminals und Digitalisierung der Kajeninfrastruktur. Das SAMS ist daher ein essentielles Bindeglied in der Vernetzung des Umschlages zwischen See- und Landseite.

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Und es gibt weitere spannende Projekte zur Digitalisierung in den Bremischen Häfen. Das Projekt digitale Außenweser läuft und soll im Frühjahr 2023 abgeschlossen sein. Ziel dieses Projektes ist es, mit transparenter und fortlaufend aktualisierter Information die vorhandenen Terminalkapazitäten besser zu nutzen und Ressourcenplanung zu optimieren, Schiffsanläufe vorrausschauend zu planen und so auch Treibstoffverbräuche zu senken.

Und auch im Projekt „Port2Connect“, gestartet im Januar 2023 mit einer Laufzeit bis Ende 2025, geht es um die digitale und intelligente Steuerung von Prozessen im Hafen. Ein Hafenlogbuch wird die Schiffe während ihres Aufenthaltes im Hafen digital begleiten und überwachen. Durch die intelligente Steuerung der Vorgänge im Hafen wird die Hafeninfrastruktur vor Schäden geschützt und Schadstoffemissionen reduziert.

„Häfen sind Motor der deutschen Wirtschaft“

Vor der Übergabe des Förderbescheids hatte sich Minister Dr. Wissing im Überseehafen über die aktuelle Situation der Bremischen Häfen informiert. Dabei hob Senatorin Dr. Claudia Schilling hervor, dass die Bremischen Häfen vor einem Jahrzehnt der Modernisierung und Erneuerung stehen. So werde die Containerkaje auf 2,6 Kilometern neu gebaut, um die Abfertigung der großen Containerschiffe wettbewerbsfähig zu gestalten. Insgesamt seien hier in den kommenden Jahren von öffentlicher und privater Seite große Investitionen erforderlich. Darüber hinaus seien erhebliche Mittel zu investieren, um in den Häfen einen Beitrag zum Gelingen der Energiewende und für die Energiesicherheit Deutschlands zu leisten. Schilling: „Die Bedeutung der Häfen für die wirtschaftliche Zukunft des Landes war nie höher als heute. Ich wünsche mir, dass die Bundesregierung dieser Bedeutung verstärkt Rechnung trägt und die Hafenstandorte künftig gemäß ihrer Bedeutung finanziell unterstützt.“

Verkehrsminister Dr. Volker Wissing verwies auf die Nationale Hafenstrategie, die derzeit in seinem Hause erarbeitet werde. Mit der neuen Strategie gehe es darum, die Häfen insgesamt zu stärken und die Kooperation der deutschen Hafenstandorte zu fördern. Dabei komme den Bremischen Häfen als starker Partner der USA und als Automobildrehscheibe eine besondere Bedeutung zu. „Der Bundesregierung ist bewusst, dass die Häfen ein Motor der deutschen Wirtschaft sind.“ Wissing stellte in Aussicht, dass die Nationale Hafenstrategie anlässlich der Maritimen Konferenz im Herbst in Bremen in den wesentlichen Grundzügen vorgestellt werden könne. „Wir werden die Hafenstandorte dabei unterstützen, eine klare Perspektive für die anstehenden Aufgaben zu entwickeln“.

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