Radverkehrsinfrastruktur – Ein Überblick über die Maßnahmen zur Radverkehrsförderung

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Fahrradabstellbügel Goethestraße Fahrradabstellbügel Goethestraße ©Johanna Lichtenberg

Für den Radverkehr wurde in den letzten Jahren viel getan – der Etat für den Radverkehr im Haushalt ist deutlich angestiegen, attraktive Fördermittel wurden durch den Bund zur Verfügung gestellt und die Pläne für neue Maßnahmen liegen bereit, wie Stadtrat Bernd Schomaker weiß.

„Die Projektideen gehen uns so schnell nicht aus. Das Ziel ist ein komfortables, sicheres und lückenloses Radwegenetz zu erschaffen, damit die Menschen sich gern und gut fortbewegen können in unserer Stadt.“

Folgende Maßnahmen sind bzw. werden noch in diesem Jahr umgesetzt.

Erste Schritte in Richtung fahrradfreundliche Stadt

Im vergangenen Jahr wurden bereits die alten Holzbrücken am Fleeth ersetzt. Der Rainer-Maria-Rilke-Weg erhielt eine neue zweifarbige Pflasterung mit einer Entwässerungsanlage. In der Hartwigstraße, auf dem Radweg entlang der Elbestraße, und auf dem straßenbegleitenden Radweg zur Poristraße wurden die Fahrbahnbeläge verbessert. Zahlreiche neue Abstellmöglichkeiten für Fahrräder wurden geschaffen, um nur einige Maßnahmen zu nennen. Für das Jahr 2022 wurden neun Radprojekte allein vom Amt für Straßen und Brückenbau anvisiert. Das Bundesförderprogramm „Stadt und Land“ sagte für diese Vorhaben eine 90%ig Förderung von anteilig 1.387.210 Euro zu.

Fertig gestellt wurden bereits die Beleuchtung des Radwegs in der Elbestraße und zwei Abschnitte der Radwegverbindung der zukünftigen Nord-Südachse „Am Wischacker“ und „Dwarsweg“. In Ausführung befinden sich der Radfahrstreifen auf der Kennedybrücke einschließlich der Lichtsignalanlagen der angrenzenden Knotenpunkte, die Erneuerung des Wulsdorfer Stegs und der erste Abschnitt der Markierungsarbeiten für den Radfahrstreifen auf der Hafenstraße. „Von den enormen Preissteigerungen und der Schwierigkeit gute Firmen zu finden sind wir natürlich auch erheblich betroffen. Hinzukommt der eigene Personalmangel. Außerdem greifen viele Vorhaben ineinander. Kommt es an einer Stelle zu einer Verzögerung, müssen auch Folgeprojekte neu terminiert werden “, berichtet Enno Wagener, Leiter des Amtes für Straßen- und Brückenbau. „Schweren Herzens mussten wir leider einzelne Maßnahmen auf das nächste Jahr verschieben.“ So muss die Überarbeitung des Radwegs Bütteler Specken und die Anbindung der Lanhauser Straße an den Fahr(G)rad 8 und auch die Fertigstellung des gesamten Radfahrstreifens Hafenstraße vertagt werden.

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Erfreulicherweise kommen dafür weitere Projekte hinzu, so wird voraussichtlich im November 2022 die erste Fahrradstraße in Bremerhaven eröffnet, außerdem werden laufend neue Fahrradabstellanlagen im gesamten Stadtgebiet eingerichtet.

Das Amt für Straßen- und Brückenbau investiert 2022 insgesamt 2.801.929 Euro in die Radverkehrsinfrastruktur einschließlich der gewonnenen Fördermittel. Ein guter Anfang wie Bernd Schomaker findet: „Wir haben in diesem Jahr viel geleistet und werden weiter ackern, um die Wege in der Stadt fahrradfreundlicher zu machen. Die Förderung nachhaltiger Mobilität, bei dem wir natürlich alle Mobilitätsgruppen im Blick haben, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe und wir freuen uns darauf auch in den nächsten Jahren viele weitere Projekte auf den Weg zu bringen.“ Für 2023 sind bereits Maßnahmen wie die Planung und Erneuerung der Radwegebeschilderung und die erste Mobilitätsstation geplant.

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