2,5 Millionen Euro im Soforthilfeprogramm Sport für 2022

Senatorin Stahmann: Wir wollen die Vereine nicht hängen lassen

Um den Sportvereinen im Lande Bremen die Möglichkeit zu geben, nach dem Rückgang der Mitgliederzahlen insbesondere im Jahre 2020 wieder neue Mitglieder anzuwerben sowie weitere coronabedingte Einnahmeausfälle zu kompensieren, will der Senat das 2020 aufgelegte und 2021 erweiterte Soforthilfeprogramm für die Vereine verlängern und 2,5 Millionen Euro aus dem Bremen-Fonds zur Bewältigung der Corona-Folgen zur Verfügung stellen. Einer entsprechenden Beschlussvorlage von Sportsenatorin Anja Stahmann hat der Senat heute (18. Januar 2022) zugestimmt. Gefördert oder kompensiert werden damit Einnahmeverluste und Ausgaben zur Einhaltung des Infektionsschutzes sowie erstmals auch die technische Ausstattung für das Onlinetraining, der Ausfall von Lizenzgebühren sowie Projektkosten der Mitgliederwerbung.

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„Die Vereine haben auch 2021 weiter Mitglieder verloren, dabei trifft es besonders die Gruppe der Sporttreibenden im Alter über 60 Jahre, und sie gewinnen bei den Erwachsenen derzeit auch kaum neue hinzu“, sagte Sportsenatorin Stahmann. „Mit zunehmender Dauer der Pandemie trifft es die Vereine immer härter.“ Auf die Corona-Hilfen aus dem Sofortprogramm könnten sie daher nicht verzichten. Im ersten Jahr der Pandemie (2020) ist die Zahl der Mitglieder in den Sportvereinen des Landes Bremen um rund sechs Prozent gegenüber 2019 gesunken – von 151.000 auf 142.000. Zahlen für 2021 liegen noch nicht vor, „aber wir müssen davon ausgehen, dass es besonders bei den Erwachsenen eher schlechter geworden ist als besser“. Bei den Kindern und Jugendlichen hatten die Sportvereine im Sommer 2021 zumindest ähnliche Mitgliederneuzugänge wie in den Jahren vor der Pandemie. Angesichts der aktuellen Omikron-Variante des Corona-Virus müsse man damit rechnen, dass es auch im Jahr 2022 viele Turniere und Sportveranstaltungen nicht geben werde. „Es wird – aus heutiger Sicht – weiterhin keine Einnahmen aus Veranstaltungen geben, keine Vermietungen, Vorführungen und kein Geld aus dem Ligabetrieb. Das sind Finanzmittel, die den Vereinen in den Kassen bitter fehlen werden“, sagte Senatorin Stahmann. „Da können wir die Vereine auch in diesem Jahr nicht hängen lassen.“

Im zurückliegenden Jahr 2021 haben 145 Vereine Geld aus dem Sofortprogramm erhalten, davon 41 aus Bremerhaven. Ausgezahlt wurden knapp 2,2 Millionen Euro, davon 532.000 Euro an Vereine in Bremerhaven. Das Programm war im Jahr 2020 mit einem Volumen von einer Million Euro gestartet.

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