Bremerhavener um Ersparnisse betrogen

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Derzeit erhalten viele Bremerhavener Anrufe von angeblichen Microsoft-Mitarbeitern. Nachdem mitgeteilt wird, dass es Probleme mit dem Microsoft-Konto der Angerufenen gebe, werden die Geschädigten durch geschickte Gesprächsführungen unter dem Strich um ihre Ersparnisse betrogen. Die Polizei weist darauf hin, dass es sich hierbei um eine aktuelle Betrugsmasche handelt und rät, bei derartigen Kontaktversuchen einfach aufzulegen.

Das letzte bekannte Opfer der Täter wurde eine 64-jährige Bremerhavenerin. Eine unbekannte Anruferin gab am Freitagmorgen gegen 8 Uhr gegenüber der Frau an, Microsoft-Mitarbeiterin zu sein. Sie gab vor, dass der Laptop der Angerufenen Fehler aufweise. Sie bot ihre sofortige Hilfe an und forderte die Betroffene auf, eine Fernwartungssoftware auf ihrem Gerät zu installieren. Mit dieser Software sollten die Probleme angeblich schnell gelöst werden können.

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Die Angerufene hielt dies für plausibel und folgte den Anweisungen. Was sie aber nicht wusste: Mit diesem Programm haben die Betrüger von außen Zugriff auf den Rechner ihrer Opfer und können sensible Daten wie Passwörter für das Online-Banking ausspähen.

Im anschließenden siebenstündigen Telefonat wurden ohne Wissen der Geschädigten einzelne Überweisungen um mehrere tausend Euro veranlasst. Die abschließende Anweisung der Anruferin lautete, den Laptop und das Tablet bis zum nächsten Morgen nicht mehr zu benutzen. Auch das Festnetztelefon sollte für die nächsten drei Stunden nicht in Betrieb genommen werden.

Nach einem Gespräch mit Nachbarn wurde die Frau misstrauisch und stellte den Verlust ihrer Ersparnisse fest.

Die Polizei rät:

Seriöse Unternehmen wie Microsoft nehmen nicht unaufgefordert Kontakt zu ihren Kunden auf. Sollte sich ein Servicemitarbeiter bei Ihnen melden, ohne dass Sie darum gebeten haben:

   - Beenden Sie das Gespräch sofort.
   - Geben Sie auf keinen Fall private Daten z.B. Bankkonto- oder

Kreditkartendaten, oder Zugangsdaten zu Kundenkonten (z.B. PayPal) heraus.

   - Gewähren Sie einem unbekannten Anrufer niemals Zugriff auf Ihren
     Rechner beispielsweise mit der Installation einer 
     Fernwartungssoftware.

Wenn Sie Opfer wurden

   - Trennen Sie Ihren Rechner vom Internet und fahren Sie ihn 
     runter.
   - Ändern Sie über einen nicht infizierten Rechner unverzüglich 
     betroffene Passwörter.
   - Lassen Sie Ihren Rechner überprüfen und das Fernwartungsprogramm
     auf Ihrem Rechner löschen.
   - Nehmen Sie Kontakt zu den Zahlungsdiensten und Unternehmen auf, 
     deren Zugangsdaten in den Besitz der Täter gelangt sind.
   - Lassen Sie sich von Ihrem Geldinstitut beraten, ob Sie bereits 
     getätigte Zahlungen zurückholen können.
   - Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei.
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