Kapazitäten im Bremerhavener Impfzentrum werden erweitert

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Der ärztliche Leiter des Impfzentrums Bremerhaven, Michael Holznagel, bestätigt durch seine Unterschrift die Impfung im Impfausweis von Ilka Weis
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Der Magistrat plant nach Auskunft von Oberbürgermeister Melf Grantz bereits für den Fall, dass mehr Impfstoffe gegen Covid-19 zur Verfügung stehen, eine Ausweitung der Kapazitäten im Bremerhavener Impfzentrum in der Stadthalle. Die Kapazität des Impfzentrums mit den angeschlossenen mobilen Impfteams ist aktuell für täglich 450 Erst- und Zweitimpfungen im Impfzentrum und den mobilen Teams an sieben Tagen die Woche ausgelegt „Wir rechnen damit, dass wir in Bremerhaven ab Ende März über tägliche Impfstoffmengen von ca. 1.300 – 1.400 Impfdosen verfügen können. Dafür reichen die bestehenden Kapazitäten im Impfzentrum nicht aus. Deshalb wollen wir die Möglichkeiten fürs Impfen in der Stadthalle ausweiten“, erklärt Grantz.

Parallel wird vom Krisenstab geprüft, zu welchem Zeitpunkt Praxen der Kassenärztlichen Vereinigung Bremen (KVHB) bei der Impfung unterstützen können. Zum jetzigen Zeitpunkt ist dies aber aus rechtlichen und logistischen Gründen noch nicht realisierbar.

„Wir gehen davon aus, dass es in nächster Zeit eine deutliche Zunahme der Impfstoffmengen geben wird, auch bedingt durch weitere zugelassene Impfstoffe“, sagt Jens Cordes, Leiter der Feuerwehr Bremerhaven und des Impfzentrums. „Die bisher vorgeplanten Kapazitäten im Impfzentrum sind hierfür nicht ausreichend.“ Deshalb müsse nun die Kapazitätserweiterung in Angriff genommen werden. Die Ausweitung der Impfkapazitäten wird in drei Phasen geplant.

Für die Phase1 wird die Kapazitätserweiterung des bisherigen Impfzentrums in der Stadthalle auf 800 – 900 Impfungen pro Tag vorbereitet. Diese soll durch bauliche, organisatorische und personelle Maßnahmen erreicht werden und ab Mitte März einsatzbereit sein.

Für die Phase 2 ist die Erweiterung des Impfzentrums auf bis zu 1.600 Impfungen pro Tag durch den Aufbau zusätzlicher Impflinien im Foyer der Stadthalle zu planen. Ziel ist, dass die erweiterte Kapazität Anfang April erreicht wird.

Für die Phase 3 sind weitere Kapazitäten in der Stadthalle nicht mehr umzusetzen. Vorgesehen wird spätestens zum Zeitpunkt der Überschreitung der Kapazitätsgrenzen in der Stadthalle die Einbindung der Praxen von niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten über die KVHB.





 

Hintergrund:

Bereits vergangenes Jahr hat der Magistrat die Einrichtung und den Betrieb des Impfzentrums in der Stadthalle mit angegliederten mobilen Impfteams beschlossen. Die Einsatzbereitschaft des Impfzentrums wurde zum 15.12.2020 hergestellt. Die Kapazität des Impfzentrums mit den angeschlossenen mobilen Impfteams wurde gemäß damaliger bundes- und landesseitiger Rahmenvorgaben für täglich 450 Erst- und Zweitimpfungen im Impfzentrum und den mobilen Teams an sieben Tagen die Woche berechnet (rechnerisch bei Vollauslastung ca. 60.000 Erst- und Zweitimpfungen, summarisch ca. 30.000 zu Impfende für den vorgeplanten 6-monatigen Betrieb).

Das Impfzentrum ist seit dem 27.12.2020 in Betrieb. Die personelle, organisatorische und technische Arbeitsbereitschaft ist vollständig sichergestellt.

Stand 19.02.2020 wurden insgesamt 11.397 Impfdosen dem Impfzentrum Bremerhaven zugewiesen, im Einzelnen:

  • 10.097 Impfdosen BioNTech,
  •      600 Impfdosen Moderna und
  •      700 Impfdosen AstraZeneca

 

Bei den Impfstoffen BioNTech und Moderna wird jeweils 50 % für die notwendige Zweitimpfung zurückgehalten, der Impfstoff AstraZeneca wird gemäß dringender Empfehlung des Bundesgesundheitsministeriums, begründet mit sicheren Lieferketten, zu 100 % verimpft.

Seit der 6. KW erfolgt der Betrieb mit drei Impflinien, bis zu zwei mobilen Teams und einer Kapazitätsauslastung von ca. 75 %.

Die Impfungen finden in der Reihenfolge der durch die Bundesimpfstoffverordnung vorgegebenen Priorisierungsgruppen statt. Impfangebote für die stationären Pflegeeinrichtungen fanden für 100 % der Bewohner:innen und Beschäftigten statt, 84 % der Bewohner:innen haben eine Erstimpfung erhalten, 52 % bereits die Zweitimpfung. Bei den Beschäftigten in den Einrichtungen und der ambulanten Pflege nahmen 52 % das Impfangebot an. Einzelne Nachimpfungen sind zu erwarten.

 

AKTION med rec

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