Polizeibeamter bei Einsatz schwer verletzt

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Der Polizei wurde am vergangenen Freitag (13.11.2020) gemeldet, dass es in der Gemeinde Loxstedt zu einem Verstoß gegen tierschutzrechtliche Bestimmungen kommt. Die eingesetzten Beamten konnten den Verursacher auf dessen Grundstück antreffen und fanden den Hinweis bestätigt. Sie forderten ihn vergeblich dazu auf, den polizeilichen Anweisungen Folge zu leisten. Im Rahmen der weiteren Einsatzabwicklung wurde der Betroffene durch Anwendung von Zwang überwältigt. Dabei wurde ein Polizeibeamter durch den 40-Jährigen mit einem Messer schwer am Arm verletzt. Der Beamte musste stationär in ein Krankenhaus aufgenommen werden und wurde noch in der Nacht notoperiert. Der Verursacher wurde ebenfalls leicht verletzt und zur Versorgung dieser Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Gegen den nunmehr Beschuldigten wurden Strafverfahren u. a. wegen gefährlicher Körperverletzung und des tätlichen Angriffs auf Polizeivollzugsbeamte eingeleitet.

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In Absprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft kam die Beantragung eines Untersuchungshaftbefehls vor dem Hintergrund der offensichtlichen psychischen Beeinträchtigungen des Beschuldigten nicht in Betracht. Durch die eingebundenen niedersächsischen Behörden hätte die Einweisung des Beschuldigten in eine geschlossene psychiatrische Einrichtung nach den Bestimmungen des Niedersächsischen Gesetzes über Hilfen und Schutzmaßnahmen für psychisch Kranke (NPsychKG) erfolgen sollen. Da die medizinische Behandlung des Verursachers nach dem polizeilichen Zugriff aber in einem Bremerhavener Krankenhaus stattfand, wechselte die Zuständigkeit für diese Entscheidung auf die Behörden des Bundeslandes Bremen über. Diese folgten der Einschätzung der niedersächsischen Behördenvertreter nicht, weshalb der Beschuldigte nach entsprechender Begutachtung noch am Nachmittag des 14.11.2020 das Krankenhaus verlassen durfte. Am selben Tag, ab ca. 18:00 Uhr, wurde erneut ein polizeilicher Einsatz auf dem Grundstück dieser Person ausgelöst. Anlass war ein wiederholt zutiefst verstörendes Verhalten, welches die Person außerhalb der eigenen vier Wände an den Tag legte. Vor dem Hintergrund der Einsatzerfahrungen des Vorabends erfolgte die Ingewahrsamnahme der betroffenen Person am Abend des Samstages mit Unterstützung von Polizeikräften eines Spezial-Einsatz-Kommandos aus Bremen. Die betroffene Person konnte unverletzt in Gewahrsam genommen werden und wurde erneut begutachtet. Nunmehr erfolgte die Einweisung nach den Bestimmungen des NPsychKG in eine psychiatrische Heilanstalt.

Im Hinblick auf die laufenden Ermittlungsverfahren sieht die Polizei von weiteren Auskünften in dieser Sache ab. Der verletzte Beamte befindet sich nach wie vor in stationärer Behandlung und wird noch einen längeren Genesungsprozess durchlaufen.

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