Konzept für die Absicherung des Schulbetriebs unter Corona-Bedingungen: Schulamt, Gesundheitsamt und Seestadt Immobilien stellen Konzept vor – Sporthallen werden wieder geöffnet

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©Anja Müdeking / bremerhaven.de

Mit umfangreichen Maßnahmen wollen die zuständigen Fachbereiche des Magistrats den Schulbetrieb nach dem Ende der Herbstferien absichern und gleichzeitig Vorbereitungen für einen weiteren Anstieg der Infektionszahlen treffen

Die für Schule und Bau zuständigen Dezernenten, Stadtrat Michael Frost und Stadtrat Bernd Schomaker erklären gemeinsam mit dem Leiter des Krisenstabs Ronny Möckel: „Unsere Maßnahmen zielen darauf ab, eine flächendeckende Schließung von Kitas und Schulen möglichst zu verhindern.“

Schuldezernent Michael Frost erläutert: „Die Schulen sind aufgefordert, die seit Sommer gebildeten ‚Kohorten‘ nach Möglichkeit weiter einzugrenzen. Soweit aber Personal übergreifend eingesetzt wird, Geschwisterkinder in unterschiedlichen Kohorten unterrichtet werden oder Fachunterricht nur klassenübergreifend organisiert werden kann, ist eine gewisse Durchlässigkeit allerdings unvermeidbar. Deshalb sind insbesondere die weiterführenden Schulen aufgefordert, sich auf einen möglichst flexiblen Wechsel zwischen Präsenz- und Distanzunterricht vorzubereiten, der umgesetzt werden kann, wenn die Infektionsentwicklung dies erfordert.“ Mit dieser Maßnahme sollen die Präsenzzeiten von Schülerinnen und Schülern in den weiterführenden Schulen möglichst entzerrt werden, um insbesondere die größeren Kohorten vor Quarantäne-Maßnahmen zu schützen. Laut Frost sind die Grundschulen von diesen Planungen explizit ausgenommen: „Um einerseits erfolgreich lernen zu können und andererseits die Betreuungsproblematik der Eltern aufzufangen, setzen wir hier weiter auf eine möglichst verlässliche Präsenz der Grundschulkinder in den Schulen.“

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Baudezernent Bernd Schomaker ergänzt: „Seestadt Immobilien, als für die Schulgebäude zuständiger Wirtschaftsbetrieb, hat in den Herbstferien die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass die Corona-Bestimmungen insbesondere zur Belüftung der Unterrichtsräume geschaffen wurden. Damit ist gewährleistet, dass in allen Räumen jeweils mindestens zwei Fenster so geöffnet werden können, dass Stoß- und Querlüftungen ermöglicht werden. CO2-Messgeräte sollen die Wirksamkeit der Belüftungskonzepte ermitteln.“ Ergänzend teilt Stadtrat Schomaker mit, dass der Hausmeisterpool für die Schulen kurzfristig aufgestockt werden soll, um erforderliche Maßnahmen jeweils schnell umsetzen bzw. überwachen zu können. Die Einrichtung einer „Hotline“ bei Seestadt Immobilien für die Schulen sei in Vorbereitung.

Auch der Sportbetrieb kann laut Stadtrat Schomaker nach den Ferien fortgesetzt werden: „Seestadt Immobilien hat alle gesperrten Sporthallen mit Umluft-Heizsystemen in den Herbstferien überprüft. Hierbei wurde festgestellt, dass die kurzfristig gesperrten 10 Sporthallen unmittelbar nach den Herbstferien mit einem speziellen Betriebskonzept, dass aus einer definierten Abfolge aus Heiz- und Lüftungsphasen besteht, wieder in die Nutzung genommen werden können. Die Wirksamkeit des Konzeptes wurde während der Ferien in einem Feldversuch der betroffenen Hallen überprüft.“ Daneben, so Stadtrat Schomaker weiter, bereite Seestadt Immobilien die technische Umrüstung der Umluft-Heizanlagen auf Heizsysteme vor, die dem aktuellen Stand der Technik und des Gesundheitsschutzes entsprechen.

Von der Wiederöffnung der Hallen profitiert nicht nur der Schul-, sondern auch der Vereinssport. Entsprechend erfreut zeigt sich auch Sportdezernent Paul Bödeker, dass dieses Ergebnis kurzfristig erzielt werden konnte, damit der Sportbetrieb geordnet weitlaufen kann. „Einmal mehr ist die Mitwirkung der Sportvereine gefordert. Aufgrund der bisherigen guten Erfahrungen bin ich sicher, dass auch diese Regeln für den Hallenbetrieb verantwortungsvoll von den Sportgruppen umgesetzt werden“. Unterstützend sind auch Kontrollen durch die Stadt vorgesehen.

Die verschiedenen Sicherungsmaßnahmen werden durch ein von Krisenstabsleiter Ronny Möckel entwickeltes Konzept für „Radartestungen“ ergänzt. Möckel: „Wir wollen herausfinden, inwieweit sich das Coronavirus möglicherweise auch unentdeckt in Kitas und Schulen verbreitet. Dafür sollen Radartestungen bei leicht symptomatischen Kindern durchgeführt werden, die gerade in der jetzigen Zeit Erkältungssymptome zeigen. Hierfür bitten wir insbesondere die Eltern um ihre Mitwirkung, indem sie uns ihr Einverständnis für die Durchführung der Tests geben. Im Bereich städtischer Kindertageseinrichtungen führen wir diese Tests schon ab der kommenden Woche stadtweit durch, im Schulbereich starten wir zunächst mit drei „Pilotschulen“ unterschiedlicher Schulstufen. Die Erkenntnisse der Testungen können uns hoffentlich eine sichere Einschätzung über die jeweiligen Infektionslagen insbesondere der Kinder und Jugendlichen geben und damit bei der Entscheidung über erforderliche Maßnahmen helfen.“

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