Aktueller Stand Corona im Land Bremen – Dienstag, 31. März

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Laut heutigen Stand gibt es 15 Neuinfizierte in der Stadt, auch die Zahl der Verstorbenen Corona Patienten ist heute von 4 auf 5 gestiegen. Dafür sind aber 6 Personen wieder genesen. In Bremerhaven gibt es 3 Neu-Infizierte Personen.
Bestätigte Fälle insgesamt Begründete Verdachtsfälle Genesene Verstorbene
Land Bremen 315 6 77 5
Stadtgemeinde Bremen 292 6 68 5
Stadtgemeinde Bremerhaven 23 0 9 0

(Datenstand: 31.03.2020; 14 Uhr, Quelle: Gesundheitsämter Land Bremen)

Aktuell werden in Bremen 15 Personen mit bestätigter Corona-Infektion stationär in Kliniken behandelt, sechs davon auf Intensivstationen. Bei fünf Personen auf den Intensivstationen ist eine Beatmung nötig. Insgesamt befinden sich acht Personen in einem kritischen Gesundheitszustand.

In drei Pflegeeinrichtungen in Bremen sind bislang Infektionen durch SARS-CoV-2 gemeldet worden. In einer Einrichtung betrifft das insgesamt 15 Personen, zwölf Bewohner sowie drei Beschäftigte. Drei der infizierten Bewohner sind leider verstorben. In zwei weiteren Einrichtungen ist jeweils eine Beschäftigte positiv getestet worden. Das Gesundheitsamt hat die Kontaktpersonen bereits ermittelt und in acht Fällen auch Abstriche durchgeführt. In elf weiteren Einrichtungen gibt es Verdachtsfälle, diese betreffen sowohl Personal wie auch Bewohner der Einrichtung.

Das Gesundheitsamt Bremen steht in engem Kontakt mit den betroffenen Einrichtungen und erlässt notwendige Maßnahmen. Dazu gehört eine weitreichende Quarantäne der Einrichtung mit 15 positiven Testergebnissen. In dieser Einrichtung bewegt sich nur das Personal in die Einrichtung hinein und wieder hinaus, die Bewohner werden alle auf ihren Zimmern versorgt. Außerdem wird täglich zwei Mal bei allen Bewohnern ein medizinischer Status erhoben. Das Gesundheitsamt Bremen hat für alle stationären sowie ambulanten Einrichtungen Merkblätter erstellt und stellt diese auch auf seiner Website zur Verfügung: https://www.gesundheitsamt.bremen.de/detail.php?gsid=bremen125.c.24511.de

Die humanitäre Sprechstunde im Gesundheitsamt Bremen findet seit dieser Woche in einem geänderten Modus statt. Dienstags gibt es zwischen 10 und 12 Uhr eine telefonische Sprechstunde, bei der auch Anmeldungen für die ärztliche Sprechstunde vorgenommen werden. Die ärztliche Sprechstunde findet wie gewohnt donnerstags zwischen 9 und 11 Uhr statt. Am Ende dieser Sprechstunde gibt es eine extra eingerichtete Infektionssprechstunde. Ab 10.30 Uhr sollen hier Personen mit Infektzeichen vorstellig werden. Auch können bei bestehender Indikation direkt Corona-Abstriche durchgeführt werden.

Die Humanitäre Sprechstunde richtet sich an papierlose Migranten ohne Krankenversicherung. Sie ist kostenlos und auf Wunsch anonym. Wir bieten eine Basisversorgung bei gesundheitlichen Problemen an und beraten die Patientinnen und Patienten zu weiteren Fragen rund um die Gesundheit. Bei einem möglicherweise positiven Befund auf eine Infektion mit dem neuartigen Corona-Virus muss das Ordnungsamt über diesen Befund informiert werden. Diese Meldung darf dort aber nur zur Quarantänesicherung genutzt werden (§16 IFSG). Eine Weitergabe persönlicher Daten an die Ausländerbehörde ist demnach nicht zulässig.

Allgemeine Hinweise:

Bürgerinnen und Bürger aus Bremen und Bremerhaven können unter der Nummer 115 Informationen über und um das Corona-Virus erhalten. Außerdem werden fortlaufend Informationen auf der Website des Gesundheitsressorts und der Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven zur Verfügung gestellt.

Das Gesundheitsressort rät weiterhin dazu, regelmäßig und sorgfältig Hände zu waschen, auf eine korrekte Hust- und Niesetikette zu achten und Abstand zu erkrankten Personen zu halten. In Fällen von auftretenden Symptomen und einem vorherigen Aufenthalt in einem Risikogebiet soll der Hausarzt telefonisch kontaktiert und nicht direkt die Praxis oder Klinik aufgesucht werden. Außerhalb der Sprechzeiten ist der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der Nummer 116117 telefonisch erreichbar.

Außerdem wird davon abgeraten mit Grippesymptomen Orte aufzusuchen, an denen sich geschwächte oder erkrankte Menschen aufhalten. Weiterhin weisen wir darauf hin, dass aus medizinisch-fachlicher Sicht das präventive Tragen von Atemmasken sowie die Verwendung von Händedesinfektionsmitteln im Alltag nicht angezeigt ist. Die persönliche Schutzausrüstung wird im Bereich der medizinischen Versorgung benötigt.

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