Eisbären sichern sich wichtige Punkte im Abstiegskampf

Die
Eisbären Bremerhaven haben in der easyCredit Basketball Bundesliga die
Nerven behalten und zwei ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf
eingefahren. Im ersten Pflichtspiel des Jahres 2018 setzten sich die
Seestädter mit 80:74 (45:31) gegen die Rockets durch. Durch den dritten
Saisonsieg vor 5683 Zuschauern in der ÖVB Arena Bremen haben die
Eisbären in der Tabelle nur noch zwei Punkte Rückstand auf den
Tabellen-15. aus Erfurt. Überragender Spieler in Reihen der Gastgeber
war Jordan Hulls mit 23 Punkten und fünf getroffenen Dreiern. Ebenfalls
zweistellig punkteten Mike Kessens und Johnny Berhanemeskel (je 11)
sowie Tre Bussey (10).
Erleichtert und glücklich
„Ich bin erleichtert und glücklich über diesen wichtigen Sieg,
wenngleich es ärgerlich ist, dass wir im letzten Viertel noch einmal so
in Bedrängnis gekommen sind. Da waren wir zu sorglos und haben zu viele
Zuckerpässe versucht. Die Kulisse hat uns am Ende geholfen, noch
wichtiger aber war, dass wir in der Schlussphase im Gegensatz zu den
vorherigen engen Spielen nicht nervös geworden sind. Ich hoffe, dass uns
der Sieg gegen die Rockets neuen Auftrieb für das kommende
Auswärtsspiel in Bonn gibt“, sagte Eisbären-Coach Arne Woltmann nach dem
Erfolg.
Die Bremerhavener hatten keine großen Anlaufschwierigkeiten und
erspielten sich schnell eine kleine Führung. Vor allem aus der Distanz
lief es für die Eisbären im Auftaktviertel wie am Schnürchen. Jordan
Hulls, Johnny Berhanemeskel, Fabian Bleck und später auch Tre Bussey
versenkten ihre Dreier sicher. Unter den Körben tat sich der
eingewechselte Mike Kessens hervor, allerdings konnte er nicht
verhindern, dass der wuchtige Rockets-Center Filip Stanic immer wieder
an die Freiwurflinie durfte. Während von der Dreierlinie zunächst nicht
viel ging für die Gäste, sorgten Stanic und Niklas Wimberg vor der Pause
fast im Alleingang für die Rockets-Punkte.
Mitte des zweiten Viertels führten die Eisbären dank ihrer guten
Verteidigung und der Überlegenheit beim Rebound bereits mit 35:18. Doch
die Rockets kamen jetzt besser ins Spiel und verkürzten den Rückstand
mit einem Dreier von Andreas Obst auf 12 Zähler (35:23). Die richtige
und wichtige Antwort kam von Jordan Hulls, der per Dreier sofort
konterte. Nach einem weiteren Distanztreffer von Ivan Elliot, gefolgt
von zwei erfolgreichen Freiwürfen gingen die Gastgeber mit einer
45:31-Führung in die Pause.
Im dritten Viertel passierte im Grunde nicht viel, denn die bissigen
Bremerhavener hielten die Rockets weiter auf Distanz. Ausbauen konnten
sie ihre Führung bis zum Beginn des dramatischen Schlussabschnitts
allerdings nicht (61:47). Der Vorsprung war scheinbar komfortabel. Wer
aber gedacht hatte, dass die Eisbären einem sicheren Sieg entgegen
steuern, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Dramatisches Schlussviertel
Mit Beginn des letzten Viertels starteten die Gäste eine Aufholjagd
und konnten den Rückstand Punkt um Punkt verkürzen. Der belgische
Nationalspieler Retin Obasohan (21 Punkte) war jetzt nicht mehr zu
stoppen und sorgte mit seinen Treffern für Entsetzen auf der
Zuschauertribüne. Quasi im Alleingang brachte Obasohan die Rockets kurz
vor Schluss bis auf 71:70 heran. Die Eisbären wackelten bedrohlich, aber
sie fielen nicht. Ausgerechnet der bis dato eher glücklose Geoffrey
Groselle sorgte mit drei ganz wichtigen Punkten zum 74:70 für die
Vorentscheidung. Als Fabian Bleck und der überragende Jordan Hulls dann
in der Schlussminute eiskalt vier Freiwürfe in Folge versenkten, war der
umjubelte dritte Saisonsieg der Eisbären endgültig perfekt.
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