Bremerhaven. Dramatische Szenen in der Nacht in der Hafenstraße: Gegen Mitternacht wurde die Feuerwehr zu einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus alarmiert. Zu diesem Zeitpunkt bestand der Verdacht, dass sich noch mehrere Bewohnerinnen und Bewohner im Gebäude befinden.
Als die ersten Einsatzkräfte eintrafen, hatten bereits einige Menschen das Haus durch den stark verrauchten Treppenraum verlassen. Sofort startete die Feuerwehr mit der Menschenrettung und der Brandbekämpfung.
Das Feuer konnte schnell gefunden und gelöscht werden. Gleichzeitig mussten weitere Bewohner aus dem Gebäude gerettet werden. Neun Personen wurden mithilfe eines Fluchtretters von Einsatzkräften ins Freie gebracht. Über die Drehleiter nahmen Feuerwehrleute Kontakt zu weiteren Bewohnern auf, informierten und beruhigten sie.
🚨 MANV ausgelöst – zahlreiche Rettungskräfte im Einsatz
Aufgrund der hohen Zahl betroffener Personen löste die Leitstelle einen Massenanfall von Verletzten (MANV) aus. Mehrere Rettungsdiensteinheiten rückten an. Zusätzlich wurde ein Bus eingesetzt, um Betroffene vorübergehend unterzubringen.
Insgesamt mussten 18 Menschen – darunter auch Kinder – wegen des Verdachts auf Rauchgasvergiftung zur weiteren Untersuchung in Krankenhäuser gebracht werden.
Nach dem Löscheinsatz wurde das komplette Gebäude mit einem Druckbelüfter vom Rauch befreit. Der Treppenraum ist jedoch stark mit Ruß verschmutzt. Deshalb können die Bewohner vorerst nicht zurück in ihre Wohnungen.
Rund 40 Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven sowie zahlreiche Kräfte verschiedener Hilfsorganisationen waren in der Nacht im Einsatz.
Die Hafenstraße musste im Bereich der Einsatzstelle vollständig gesperrt werden.
🔥 Wie es zu dem Feuer kam und wie hoch der entstandene Schaden ist, steht derzeit noch nicht fest. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

