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Der Senat hat in
seiner Sitzung die Planung und
Umsetzung der Aufsandung der ersten Teilfläche im Bereich des
Gewerbegebietes Lune Delta Bremerhaven beschlossen. Auf der vier Hektar
großen Fläche werden im kommenden Jahr 120.000 Kubikmeter Sand
aufgebracht und später auch wieder abgetragen, um den Boden zu
verdichten und baureif zu machen.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf 1,3 Millionen Euro, zuzüglich
Planungskosten in Höhe von 50.000 Euro. Da es sich um eine
Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe zur „Verbesserung der regionalen
Wirtschaftsstruktur“ (GRW) handelt, tragen 45 Prozent der Kosten der
Bund, 45 Prozent das Land Bremen und 10 Prozent Bremerhaven.
Die Senatorin für Wissenschaft und Häfen, Dr. Claudia Schilling: „Das
ist ein weiterer und wichtiger Schritt für die Erschließung des
nachhaltigen Gewerbegebietes Lune Delta und eine große Chance für
Bremerhaven.“

Das Gewerbegebiet Lune Delta in Bremerhaven | Foto: BIS Bremerhaven
 

Auf
3,5 Hektar der Fläche ist ab dem Jahr 2022 mit der Ansiedlung von
kleinteiligem Gewerbe zu rechnen. Vorgesehen ist insbesondere eine
Ansiedlung von Unternehmen des produzierenden und verarbeitenden
Gewerbes, welche grundsätzlich im Rahmen der GRW förderfähig sind. Bei
vollständiger Vermarktung der Fläche ist mit rund 130 Arbeitsplätzen zu
rechnen.

Auf 0,5 Hektar der Fläche soll das geplante „Gründerzentrum Green
Economy“ errichtet werden, das kleinen und innovativen Unternehmen aus
dem Bereich „Green Economy“ ein innovatives, nachhaltiges und
unterstützendes Umfeld bieten soll. Bei vollständiger Auslastung wird
hier mit rund 300 potentiellen Arbeitsplätzen gerechnet.

Schilling: „Insgesamt soll das Gewerbegebiet Lune Delta nachhaltig
entwickelt werden. In diesem Zusammenhang ist die enge Verzahnung von
Wissenschaft und Wirtschaft zu sehen. So wird angestrebt, das
Versorgungskonzept des Gewerbegebietes zu 100 Prozent auf die
erneuerbaren Energien auszulegen. Weiterhin soll in der unmittelbaren
Nachbarschaft mit dem bislang bundesweit einzigen Testfeld für
Elektrolyseure Windstrom in grünen Wasserstoff umgewandelt werden,
dessen Nutzung ebenfalls im Rahmen des Gesamtkonzeptes eingeplant wird.“

Hierzu Kristina Vogt, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Europa: „Für
das Thema Erneuerbare Energien und zur Aktivierung der Startup-Szene in
diesem Bereich sind die neu beschlossenen Gebiete und das Gründerzentrum
ein wichtiger Meilenstein. Die Verbindung von Technologietransfer mit
Unternehmensgründungen ist ein wichtiges Handlungsfeld für Bremen.“

Ebenfalls im Senat wurde die Planung und Umsetzung der Erschließung von
zwei kleinteiligen Gewerbegebieten auf den Flächen „Seeborg“ im
Gewerbegebiet Luneort sowie „Weserportstraße“ nördlich des
Gewerbegebietes Carl-Schurz-Kaserne beschlossen.

Die Fläche an der Weserportstraße umfasst eine Bruttofläche von 90.000
Quadratmetern. Es ist vorgesehen auf der zu vermarkteten Fläche von
49.000 Quadratmetern zirka 14 Grundstücksabschnitte herzustellen. Von
der BIS Bremerhaven wurde für die Planung und Umsetzung der inneren
Erschließung ein Bedarf in Höhe von 2,06 Millionen Euro ermittelt.

Die Fläche „Seeborg“ im Süden Bremerhavens, im Bereich des bestehenden
Gewerbegebietes „Reitufer“, ist 50 000 Quadratmeter groß. Der
Gesamtmittelbedarf für die Planung und Umsetzung der Erschließung sowie
Umlagerung des bereits vorhandenen Sandes liegt bei 2,45 Millionen Euro.

Beide Maßnahmen sollen im Jahr 2022 fertig sein. Finanziert werden sie
ebenfalls zu 90 Prozent (45 Prozent Bund, 45 Prozent Land) im Rahmen der
GRW-Infrastrukturförderung. Die verbleibenden 10 Prozent der Kosten
trägt Bremerhaven. Senatorin Kristina Vogt: „In Bremerhaven entstehen
zurzeit echte Zukunftsorte. Bei vollständiger Vermarktung beider Flächen
rechnen wir mit insgesamt 366 Arbeitsplätzen.“
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