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ZAHL DER STRAFTATEN GEHT ZURÜCK

Der Direktor der Ortspolizeibehörde (OPB) Harry Götze hat am Dienstag, den 5. März 2019 die neuesten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) für das Jahr 2018 vorgestellt. Sein Fazit lautet: „Bremerhavens Polizei ist weiterhin auf dem richtigen Kurs - die Fallzahlen sind weiterhin rückläufig.“
Harry Götze weist mit der Vorlage der `Polizeilichen Kriminalstatistik für 2018´ darauf hin, dass die Anzahl der bekannt gewordenen Straftaten mit 12.206 und die Häufigkeitszahl bei der Gesamtkriminalität (Straftaten pro 100.000 Einwohner) im vergangenen Jahr mit 10.799 den niedrigsten Stand seit Jahren erreicht hat. „Dass die Anzahl der Wohnungseinbrüche zum Vorjahr nochmals um 21,3% gesunken ist, beweist, dass sich die Beharrlichkeit auszahlt, gegen dieses Phänomen anzukämpfen“, ist Götze überzeugt. Die Zahl der Wohnungseinbrüche ging von 357 im Jahr 2017, auf 281 im vergangenen Jahr zurück. Eine vergleichbare Anzahl von Fällen konnte letztmalig im Jahr 1981 verzeichnet werden. Da wurden 282 Fälle registriert. Dennoch will sich die Bremerhavener Polizei auf diesen Zahlen nicht ausruhen. „Es bleibt eine große Herausforderung, sich der Kriminalität entgegenzustellen“, so OPB Chef Harry Götze. Ansporn soll die Aufklärungsquote sein, die gegenüber dem Vorjahr (54,7%) gesunken ist. Dennoch: Fast jede zweite Straftat konnte im Jahr 2018 aufgeklärt werden (48,1%).
Deliktsbereiche im Einzelnen
Im Jahr 2018 kam es in Bremerhaven zu keinem vollendeten Tötungsdelikt. Ermittlungen gab es zu einem Mordversuch und dreizehn versuchten Totschlägen. 12 dieser Fälle konnten aufgeklärt werden.
Bei der Straßenkriminalität weist die Statistik einen leichten Anstieg von 2.459 Fällen im Jahr 2017 auf 2.732 Taten im Jahr 2018 aus. Dabei stiegen die Raubstraftaten um 20 Taten auf 194 Fälle an. Die Aufklärungsquote betrug hier 48,5%. Im Deliktsfeld Diebstähle an bzw. aus PKW blieben die Fallzahlen im Jahr 2018 (504) auf dem Niveau von 2017 (497). Der Diebstahl von PKW ging mit 49 Fällen im Jahr 2018 leicht zurück (2017: 52). Die Zahl der Sachbeschädigungen fiel im Vergleich zum Vorjahr (1.646) mit 1.372 Taten 2018 um 274 Taten. In diesen Zahlen sind auch die Graffiti-Sprühereien enthalten, die von 173 auf 150 Fälle sanken.
Die Zahl der Wohnungseinbrüche fiel im Vergleich zum Vorjahr von 357 auf 281 Fälle im Jahr 2018 (-21,3%). Dieser Erfolg könnte ein Ergebnis der zahlreichen operativen und Präventionsmaßnahmen durch die Polizei, aber auch das umsichtige Verhalten der Bürger sein, die es den Einbrechern offenbar schwerer gemacht haben, ihr Ziel zu erreichen. Die Aufklärungsquote in diesem Bereich lag bei 8,9% (Vorjahr: 8,4%).
Die Anzahl der Taschendiebstähle entwickelte sich von 117 Taten im Jahr 2017 auf 92 im Jahr 2018. Übt der Täter bei der Begehung Gewalt aus, wird in einigen Fällen aus dem Diebstahl ein Raub. Beim Handtaschenraub stieg die Fallzahl von 7 Taten im Vorjahr auf 8 Fälle im Jahr 2018.
Im Bereich des Ladendiebstahls blieben die Fallzahlen mit 1.121 Fällen auf dem gleichen Niveau wie im Vorjahr (ebenfalls 1.121).
Die Anzahl der Fahrraddiebstähle stieg im Jahr 2018 stark an. Wurden 2017 noch 642 Fahrräder gestohlen, so stieg die Fallzahl im Jahr 2018 um 69,6 % auf 1.089. Das schöne Wetter im vergangenen Jahr dürfte dabei die Tatgelegenheiten begünstigt haben.
Im Segment der Gewalttaten standen wie in den Vorjahren die Körperverletzungsdelikte mit 1.300 Taten an der Spitze, was im Gegensatz zum Vorjahr (1.436) einen Rückgang von 9,5 % ausmacht. Dieses Ergebnis resultiert bei den einfachen Körperverletzungen aus einem Rückgang auf 888 Taten (im Vorjahr 1.005) sowie bei der gefährlichen und schweren Körperverletzung aus einer Abnahme von 376 auf 352 Fälle im Jahr 2018. Die Aufklärungsquote bei der einfachen Körperverletzung lag bei 88 % und bei den gefährlichen und schweren Körperverletzungen bei 75,3 %.
Die Betrugsdelikte fielen im Vergleich zum Vorjahr (1.991) insgesamt um 25,2 % auf 1.489 angezeigte Taten. Die Aufklärungsquote betrug 68,4 %. Der Warenbetrug entwickelte sich von 378 auf 317 Taten, was einer Abnahme von 16,1 % entspricht. Die Betrüger versprachen unter anderem ein bestimmtes Produkt und lieferten nicht oder einen Artikel von minderwertiger Qualität, um an das Geld des Bestellers zu kommen. Der Warenkreditbetrug nahm ebenfalls von 356 auf 344 Taten ab. Hier wird z. B. mit einer falschen E-Mail-Adresse oder mit falschen Personalien Ware bestellt, die Bezahlung unterbleibt.
Bei den Straftaten zum Nachteil älterer Menschen (die sogenannten SÄM-Delikte) kam es zu einer deutlichen Zunahme um 101,7% (von 115 Taten in 2017, auf 232 Taten in 2018). Dabei spielten auch geänderte Erfassungsmodalitäten eine Rolle. Verbunden mit der Anzahl der Fälle in diesem Deliktsphänomen ist der erhebliche Schaden von rund 724.000 Euro (2017 betrug der Schaden rund 310.000 Euro). Besonders ragten hier Fälle von sogenannten „falschen Polizisten“ oder „Enkeltrickbetrügern“ und „falsche Handwerkern“ heraus.
Die Fallzahlen, bei denen die Polizei im Bereich der Rauschgiftkriminalität vorgehen musste, fielen im Jahr 2018 auf 562 Taten. Der Vergleich zum Vorjahr: 861 Taten. Das entspricht einer Abnahme von 34,7 %. Der Handel und Schmuggel mit Rauschgiften hatte dabei einen Anteil von 41,6%, entsprechend 234 Fälle.
Große Sorge bereitet die Zunahme der Vorsätzlichen Brandstiftungen im Jahre 2018. Hier stieg die Fallzahl von 93 im Jahr 2017, auf 101 Fälle im Jahr 2018. Die Aufklärungsquote lag bei 5 % (Vorjahr: 14%). Die OPB unternimmt große Anstrengungen der Entwicklung entgegenzuwirken und die Täter zu ermitteln. „Es ist bittere Realität, dass wir in Bremerhaven eine dubiose Szene skrupelloser Brandstifter haben, die an Parzellenhäuschen, Papierkörben, Autos, und Kinderwagen in Hausfluren offenbar alles ansteckt, was ihnen unter die Finger kommt“, betont der Leiter der Ortspolizeibehörde, Harry Götze. Auch in diesem Jahr werde deshalb die Sonderkommission aufrechterhalten. „Da dürfen und werden wir nicht nachlassen“, so Götze.
Im Jahr 2018 konnten insgesamt 4.132 Tatverdächtige ermittelt werden. Dabei bildeten die Frauen einen Anteil von 22,1%.
73,5 % aller Tatverdächtigen waren Erwachsene unter 60 Jahren. Kinder hatten einen Anteil von 4 %, Jugendliche 8,2 % und Heranwachsende waren mit 9,2 % in der Statistik vertreten. Damit ist der Anteil der unter 21-Jährigen im Vergleich zum Vorjahr gesunken.
Der Anteil der nicht deutschen Tatverdächtigen betrug im Jahr 2018 31,9% (Vergleich zum Vorjahr: 31,7%).
Genauere Zahlen aus der Statistik finden Sie hier: Kriminalstatistik für 2018.

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