Die Hafengesellschaft bremenports hat zum dritten Mal ihren "greenports Award" verliehen. Der Preis für das umweltfreundlichste Seeschiff, das die Hafengruppe Bremen/Bremerhaven 2015 angelaufen hat, ging an den Autotransporter "Morning Lisa", der die Seestadt drei- bis viermal jährlich anläuft. Die "Morning Lisa" erzielte im vergangenen Jahr den besten ESI-Wert. Bei ESI handelt es sich um den Environmental Ship Index – ein Umweltindex, der dazu dient, Schiffe in einem standardisierten Verfahren nach ihren Emissionswerten einzustufen.

Vor der Preisträgerin „Morning Lisa“ (von links) Uwe von Bargen (Umweltdirektor bremenports), Kim Rosa und Josh Dieckmann (beide EUKOR), General Manager Terje Yttersian (EUKOR), General Manager Joris Verhaag (Wallenius Wilhelmsen) und Robert Howe (bremenports-Geschäftsführer).

"Mit der Auszeichnung würdigen wir die Anstrengungen der internationalen Schifffahrt, den Ausstoß von Stick-, Schwefel- und Kohlenstoffdioxiden zu verringern", sagte Hafensenator Martin Günthner am Donnerstag (8.12.2016). Er gratulierte der Reederei EUKOR Car Carriers zu ihrem Erfolg. EUKOR wurde von bremenports nicht nur für die "Morning Lisa" ausgezeichnet, sondern erhielt auch den Award für die umweltfreundlichste Flotte: Insgesamt schafften es sieben EUKOR-Schiffe in die "Top Ten" des Jahres 2015.
An Bord der "Morning Lisa" überreichte bremenports-Geschäftsführer Robert Howe die Urkunde an Kapitän Gyeong Sig Lee. Das etwa 230 Meter lange und 32 Meter breite Schiff mit einer Kapazität von über 8000 Car Equivalent Units (CEU) wird zwischen Europa und Asien eingesetzt. Diesmal kam die "Morning Lisa" aber aus Iquique (Chile) nach Bremerhaven und nahm dafür den Weg rund um Kap Horn. An der Wesermündung wurde der Autotransporter voll beladen, um nach der Preisverleihung die Weiterreise anzutreten – nonstop nach China.
Terje Yttersian, General Manager von EUKOR für die Region Europa, freute sich über die doppelte Auszeichnung. Die Schiffe der jungen Flotte seien mit stickoxidarmen Motoren ausgestattet. Man verwende niedrigschwefelige Kraftstoffe und erreiche mit dieser Kombination hohe ESI-Werte. Außerdem, so Yttersian, setze die Reederei bei Neubauten und Bestandsschiffen auf biozidfreie Anstriche auf Silikonbasis.
Auf der Brücke: Kapitän Gyeong Sig Lee nimmt die Auszeichnung von bremenports-Geschäftsführer Robert Howe entgegen.
Auf der Brücke: Kapitän Gyeong Sig Lee nimmt die Auszeichnung von bremenports-Geschäftsführer Robert Howe entgegen.
Mit mehr als 80 Autotransportschiffen transportiert EUKOR weltweit jährlich mehr als vier Millionen Fahrzeuge. Bremerhaven sei für EUKOR mit mehr als 150 Anläufen (2016) ein besonders wichtiger Lade- und Löschhafen, sagte Yterrsian. Im vergangenen Jahr steuerten die Schiffe der Schwesterunternehmen EUKOR und Wallenius Wilhelmsen Logistics den größten Autohafen Deutschlands mehr als 350 Mal an.
EUKOR und Wallenius Wilhelmsen gehören zu den Begründern der Trident Alliance. Dabei handelt es sich um eine Initiative von 39 Reedereien, die sich dazu verpflichtet haben, die Schwefelrichtlinien zu unterstützen und einzuhalten. Die Trident Alliance begrüßt die kürzlich beschlossene Einführung des weltweiten Schwefelgrenzwerts von 0,5 Prozent und verlangt Sanktionen, wenn gegen die ab 2020 geltende Regelung verstoßen wird.
Wie bremenports-Geschäftsführer Howe ergänzt, haben sich die Einführung des ESI und die damit verbundenen Rabattsysteme für besonders umweltfreundliche Schiffe international bewährt: "Heute beteiligen sich weltweit fast 50 Häfen daran. Sie gestalten ihre Bonusprogramme individuell. In Bremen und Bremerhaven haben vergangenes Jahr 45 Schiffe bei 76 Anläufen einen entsprechenden Rabatt bei den Hafengebühren erhalten."
Fotos: bremenports
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