Mit der Box zum Welthafen – 50 Jahre Containerumschlag in Bremen und in Deutschland

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Am 5. Mai 1966 lief MS „Fairland“ den Bremer Überseehafen an
und brachte die ersten Container nach Deutschland. Dem genormten
Transportbehälter wurde damals keine große Zukunft vorausgesagt. Und 50
Jahre später? 2015 wurden in Bremerhaven 5,5 Millionen Container
umgeschlagen. „Die Entscheidung des Senats, den Hafen zu einem Zentrum
der internationalen Containerlogistik zu machen, war ebenso mutig wie
konsequent“, sagte Martin Günthner, Bremens Senator für Wirtschaft,
Arbeit und Häfen.
„Obwohl es anfangs viele Kritiker gab, erkannten
Hafenwirtschaft und Landespolitik das Potenzial des Containerverkehrs
frühzeitig“, sagte Günthner. „Mit dem kontinuierlichen Ausbau der
Bremerhavener Containerkaje auf fast 5.000 Meter Länge wurde die
Grundlage für den dauerhaften Erfolg eines Hafens gelegt, der zu einem
der größten in Europa wurde.“
Der Senat stehe ohne Wenn und Aber
zum Hafen und werde dessen Wettbewerbsfähigkeit weiter stärken, so
Günthner. Als Beispiel nannte er den Ausbau der Hafeneisenbahnanlagen.
In diesem Jahrzehnt investiert die Freie Hansestadt Bremen am Standort
Bremerhaven etwa 40 Millionen Euro in neue Gleise und Technik, um den
Auto- und Containerhafen Bremerhaven auf einen weiteren deutlichen
Anstieg des Schienengüterverkehrs vorzubereiten. Der Hafentunnel, der im
Norden von Bremerhaven entsteht, werde die Anbindung der Terminals an
das Hinterland weiter verbessern.
Wie Günthner ergänzte, haben
Land und maritime Logistikwirtschaft in den vergangenen Jahrzehnten
mehrere Milliarden Euro in den Aufbau und die Modernisierung der
Hafenanlagen investiert: „Dieser Kraftakt hat sich wirklich gelohnt.“
Ausdrücklich würdigte der Senator die Leistungen der örtlichen
Umschlag-, Transport- und Logistikunternehmen: „Mit der hohen Qualität
ihrer Dienstleistungen beweist die Branche jeden Tag neu, wie
wettbewerbsfähig sie ist.“
Günthner: „Ich bin davon überzeugt,
dass der Containerhafen Bremerhaven sein Potenzial noch längst nicht
ausgeschöpft hat.“ Experten gehen an der längsten Kaje Europas von einer
jährlichen Kapazität von mindestens neun Millionen TEU (Twenty-foot
Equivalent Unit; Containermaß) aus.
„Maritime Wirtschaft und
Logistik bilden bis heute das Rückgrat der bremischen Wirtschaft“,
resümierte der Senator. Die Kompetenz des Zwei-Städte-Staats zeige sich
in folgenden Zahlen: Über 1.300 Unternehmen sind der maritimen Branche
verbunden. Gleichzeitig sichern die bremischen Häfen mit allen direkten
und hafenbezogenen Dienstleistungen die Arbeitsplätze von rund 75.000
Menschen.

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